Harburg
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Lagerschaden an Süderelbebrücke

Die Reparaturarbeiten an der Süderelbebrücke werden sich noch weiter hinziehen

Die Reparaturarbeiten an der Süderelbebrücke werden sich noch weiter hinziehen

Foto: Jochen Gipp / HA

Lkw-Verkehr auf der A1 nach Reparatur der von einem Binnenschiff beschädigten Brücke weiter eingeschränkt.

Harburg.  Die im Dezember vergangenen Jahres von einem Binnenschiff gerammte und dabei stark beschädigte Süderelbebrücke der Autobahn 1, zwischen den Anschlussstellen Stillhorn und Harburg, ist seit Anfang August zwar repariert und im gewohnten Streckenverlauf wieder dreispurig befahrbar; nach wie vor darf die Brücke aber nicht von Schwertransportern mit einem Gewicht von mehr als 44 Tonnen befahren werden. Ebenso gilt noch immer Tempo 80 als Höchstgeschwindigkeit. Und Lastwagenfahrer müssen einen Abstand zum Vordermann von mindestens 50 Metern halten.

Diese Hinweise sind am Fahrbahnrand mehrfach ausgeschildert. Hinzu kommen Tafeln, mit denen Autofahrer auf Bauarbeiten unter der Brücke hingewiesen werden. In der Tat: Unter der Brücke wird auch sechs Wochen nach dem Ende der Brücken-Unfallreparatur weiter gearbeitet. Ist denn der Schaden nach dem Schiffsunglück noch immer nicht richtig behoben? Doch, teilt Hamburgs Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) mit. Allerdings waren bei der Schadensbegutachtung nach dem Unglück von Fachleuten auch Verschleißschäden an dem Brückenbauwerk festgestellt worden, die im Laufe der Jahre durch die hohe Verkehrsbelastung entstanden sind. Somit war der Entschluss gefallen, im Anschluss an die Reparatur des Unfallschadens auch die Verschleißschäden beheben zu lassen.

BWVI-Sprecherin Susanne Meinecke teilt mit, dass ab dieser Woche die Widerlager der Brücke auf dem Pfeiler am Südufer ausgetauscht werden. Dafür wird die Fahrbahnplatte mit hydraulischen Pressen etwas angehoben. Deswegen gilt auch der Mindestabstand von 50 Metern für Lkw. Sonst könnte im Falle einer Notbremsung die Belastung der angehobenen Brückenkonstruktion unnötig hoch werden. Der Ausbau der alten Lager und der Einbau neuer Lager dauern etwa zwei Wochen. Im Anschluss sollen die Widerlager der Brücke in Fahrtrichtung Norden erneuert werden. Auch auf dieser Brücke gilt bereits Tempo 80 als Höchstgeschwindigkeit. In voraussichtlich einem Monat dürften die Arbeiten beendet sein. Die Gewichtsbeschränkungen und die 80 km/h-Tempobegrenzungen werden anschließend aufgehoben.

Am 11. Dezember 2014 war ein Binnenschiff mit einem Kranausleger gegen einen der Brückenträger gekracht. Der Träger beulte ein und verlor seine Tragfestigkeit, mehrere kleinere Träger brachen. Weil dem Autobahnverkehr keine längerfristige Vollsperrung für einen Neuaufbau der Brücke zugemutet werden sollte, fiel die Entscheidung auf Reparatur. Der Hauptträger hat trotz Beule seine alte Festigkeit zurück.