Harburg
Modernisierung

Asklepios Klinikum: Hightech für Harburgs Nachwuchs

Der Chefarzt der Frauenkliniken Harburg und Altona Prof. Dr. Volker Ragosch in einem der neuen Harburger Kreißsäle

Der Chefarzt der Frauenkliniken Harburg und Altona Prof. Dr. Volker Ragosch in einem der neuen Harburger Kreißsäle

Foto: Anna Kimm

In Sachen Sicherheit und Kofmort hat sich in der geburtshilflichen Abteilung der Klinik etwas getan. Weitere Abteilungen ziehen um.

Harburg. „Jede Geburt ist für die Eltern ein unvergessliches Erlebnis“, betont Prof. Dr. Volker Ragosch, Chefarzt der Frauenklinik des Asklepios Klinikum Harburg. Rund 700 Frauen bringen jährlich in der Klinik im Eißendorfer Pferdeweg ihre Kinder zur Welt. Damit sich Harburgs werdende Mütter in der Klinik noch wohler fühlen, hat sich viel in der geburtshilflichen Abteilung des Hauses in Sachen Komfort und Sicherheit getan.

Die Bedürfnisse von Schwangeren haben sich in den letzten Jahren verändert. Frauen bekommen in tendenziell höherem Alter ihr erstes Kind und haben daher „ein stärkeres Sicherheitsbedürfnis“, so Ragosch. Um diesem Bedürfnis noch mehr Rechnung zu tragen hat der Klinikbetreiber Asklepios kräftig investiert. Zum einen gibt es jetzt neu eine zentrale Kreißsaalüberwachung. Dabei geben Sensoren auf dem Bauch der Schwangeren, so genannte Cardiotokographen, wichtige Werte wie die Herzfrequenz des Fötus computergestützt zum Pflegestützpunkt der Frauenklinik weiter und sind dort jederzeit für die diensthabende Hebamme abrufbar.

Besondere Parkplätze für werdende Eltern

Die Werte der Kardiotokographen können zudem in den einzelnen Kreißsälen abgerufen werden. Ein großer Vorteil für die Geburtshelferinnen: Sie können flexibler arbeiten und bei mehreren Geburten gleichzeitig die Versorgung mit Sauer- und Nährstoffen der noch ungeborenen Kinder überwachen, sagt Angelika Steenbeck-Breuer, Oberärztin der Geburtshilfe.

Ebenfalls neu in der Harburger Asklepios Klinik sind die Storchenparkplätze, die direkt vor der Entbindungsstation zu finden sind. „Die schwangeren Frauen müssen keine unnötigen Wege mehr zurücklegen“, erklärt Ragosch, der seit vielen Jahren die Geburtsklinik am Asklepios-Klinikum Altona leitet und mit dem Motorrad zwischen den Arbeitsplätzen pendelt. Eigens aufgestellte Hinweisschilder weisen die Plätze für werdende Eltern aus.

„Heute wollen Frauen vor und nach der Geburt gut auf das, was auf sie zukommt, vorbereitet werden“

Auch die fünf neuen Familienzimmer, die die Klinik bei bedarf einrichtet, sorgen für mehr Komfort. In den Räumen, die sonst einfache Zweibettzimmer sind, können die frisch gebackenen Eltern die ersten Stunden und Tage mit dem Nachwuchs ganz in Ruhe neben Wickeltisch Babybettchen verbringen. „Auch die Väter sind so viel mehr eingebunden“, so Ragosch.

Weiterhin hat die Harburger Asklepios Klinik ihr Angebot rund um die Geburtsvorbereitung und die ersten Tage nach der Geburt ausgeweitet. „Heute wollen Frauen vor und nach der Geburt gut auf das, was auf sie zukommt, vorbereitet werden“, sagt Ragosch.

Deshalb bietet das Krankenhaus an jedem zweiten und vierten Montag im Monat ein Infoabend für werdende Eltern statt, bei dem diese die Möglichkeit haben, sich den Kreißsaal anzusehen und die Wochenstation zu besichtigen. Bei den Infoabenden sind Ärzte und Hebammen zugegen, die Fragen zum Thema Schwangerschaft und Geburt beantworten.

Ist das Kind auf der Welt, können die jungen Väter und Mütter in den ersten Tagen alles Wissenswerte bei der Elternschule lernen. Das Themenangebot ist vielfältig: „Vom Säuglingspflegekurs bis hin zum Yoga sollen sich Frauen, wenn sie heute das Krankenhaus verlassen, sicher im Umgang mit dem Kind fühlen“, fasst Ragosch zusammen.

Teile der Röntgenabteilung soll verlegt werden

Die Neuerungen in der geburtshilflichen Abteilung knüpfen an die Klinik-Umbauarbeiten aus den vergangenen Jahren an. Für rund 50 Millionen Euro entstand ab Mitte 2012 das neue Hauptgebäude. Auf 23.000 Quadratmeter Fläche fanden neben der vergrößerten zentralen Notaufnahme auch neue Herzkatheterlabore und Computertomografen, sowie eine hochmoderne Intensivstation für 60 Patienten Platz. Derzeit werden zudem die Gebäude der alten Notaufnahme umgebaut. Sie sollen in der kommenden Woche von der Gastroenterologie und Teilen der Neurologie bezogen werden

Der Aspekt der Sicherheit erhält auch bei den laufenden Umbauarbeiten größte Aufmerksamkeit. Die Asklepios Klinik Harburg plant derzeit, Teile der Röntgenabteilung zu verlegen. Die Abteilung wird dann in der Nähe der zentralen Notaufnahme zu finden sein.

Es sei wichtig, dass nicht viel Zeit zwischen dem Röntgen und der ersten medizinischen Versorgung bei Notfällen verloren geht, erklärt Stefanie Pohl, Sprecherin der Asklepios Klinik Harburg, die Entscheidung für den Umzug der Abteilung