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Winsen

Stadtfest-Organisator Sabrowsky wirft hin

Organisator des Winsener Stadtfestes Wolfgang Sabrowsky

Organisator des Winsener Stadtfestes Wolfgang Sabrowsky

Foto: Rolf Zamponi

Kritik von der Winsener Verwaltung: Der Ausschuss soll heute über Kündigung von Organisator Sabrowskys Vertrags entscheiden.

Winsen. Eklat in Winsen: Nach dem zweiten Stadtfest unter seiner Regie sind die Verwaltung der Kreisstadt und der Organisator Wolfgang Sabrowsky so zerstritten, dass der Mann aus Hamburg das Handtuch wirft. Er beendet sein Engagement, obwohl er das Fest auch 2016 und 2017 ausrichten sollte. „Ich bin sehr enttäuscht, dass der Bürgermeister eine Empfehlung an den Verwaltungsausschuss gegeben hat, ohne das Gespräch zu suchen“, sagte er am Mittwoch dem Abendblatt. Er habe nur eine „lapidare E-Mail“ erhalten, ein Nachgespräch über das Fest sei dagegen abgesagt worden. Sabrowsky habe das Gespräch nicht gesucht, heißt es dagegen aus dem Rathaus.

Verwaltungsausschuss soll über Kündigung entscheiden

Am heutigen Donnerstag soll nun der Verwaltungsausschuss, das wichtigste Gremium der Stadt nach dem Stadtrat, über eine Kündigung von Sabrowskys Vertrag entscheiden. Gleichzeitig soll beschlossen werden, an dem Termin für das Stadtfest am Himmelfahrtswochenende fest zu halten. Das bestätigte der Sprecher der Stadt, Theodor Peters. „Die Stadt kann jeweils innerhalb von sechs Wochen nach dem Stadtfest den Vertrag kündigen.“

Die Verwaltung moniert, die „Kooperation habe „deutlich zu wünschen übrig“ gelassen. Kritik habe es auch von Standbetreibern und Partnern bei der Veranstaltung gegeben. Bürger und Vereine seien nur „auf Sparflamme“ eingebunden, zudem sei zu wenig geworben worden. „Das Programmheft kam erst einen Tag vor dem Fest heraus, die Plakate wurden zu spät verteilt“, sagte Peters. Eine After-Show-Party im Marstall fand die Stadt nicht gut und ließ sie daher nicht zu.

Das Kapitel Winsen ist für ihn abgeschlossen

Sabrowsky wehrt sich. Die After-Show-Party im Marstall sei ihm zugesagt worden. Er habe daraufhin einen Vertrag mit dem Ausrichter geschlossen. Als ein Hubschrauber für Rundflüge für ihn selbst überraschend nicht landete, habe er den vier Gewinnern eines Preisausschreibens jeweils 50 Euro „in die Hand gedrückt und sich entschuldigt.“ Dass weniger Besucher als 2014 gekommen seien, habe auch am schlechten Wetter gelegen. „Ich hätte alle Kritikpunkte erklären können“, so der Veranstaltungsprofi. Man habe ihm „Knüppel zwischen die Beine geworfen und ihn beim Aufbau und während des Festes bedroht und beschimpft.“ Das Kapitel Winsen ist für ihn abgeschlossen. Unklar ist, wie es weitergeht und ob und wie das Fest für 2016 neu ausgeschrieben wird.