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Winsen

Stadtfest: „Hier trifft sich die Nachbarschaft“

Die Kreisstadt Winsen feierte fünf Tage lang ein buntes und erfolgreiches Stadtfest. Am Ende sind nicht nur die Planer sehr zufrieden.

Winsen. Strahlendes Frühlingswetter – zumindest in den ersten drei Tagen – und ein rundes Familien- und Musikprogramm, damit hat das Stadtfest Winsen in diesem Jahr gepunktet. Wer durch die Budenstadt wandelte, bei den Händlern nach Taschen, T-Shirts und Schmuck fahndete und diese unwiderstehlich Mischung aus süßer Zuckerwatte, deftiger Bratwurst und feinen französischen Crêpes schnupperte, der war in Festtagslaune.

Veranstalter Wolfgang Sabrowsky hatte schon im vergangenen Jahr das Stadtfest aufgemöbelt. Der Erfolg und die viele Besucher hatten auch die Winsener Stadtväter überzeugt. Und so war es wenig überraschend, dass das Konzept des Hamburger Event-Agenten bei der Ausschreibung in diesem Jahr wieder vorne lag . Die Mischung aus Händlern, kulinarischem Angebot und guter Unterhaltung kam an. „Miteinander“ hieß das Motto des Festes und dazu hatten Jung und Alt fünf Tage lang jede Menge Gelegenheit: Beim Feilschen auf dem Flohmarkt, beim Schnack mit dem Tischnachbarn beim Weißen Dinner oder bei einer Fahrt mit der Kutsche. Der Künstler Jörn Claas wandelte als rotes Fantasiewesen auf Stelzen durch die Menge und machte vor allem auf die Kleinen Eindruck.

Bewundernde Blicke für Gergory da Sylva aus Benin

Bewundernde Blicke und den einen oder anderen Euro erntete Gregory da Silva aus Benin mit einem 35 Kilogramm schweren Turmgebilde auf dem Kopf, der aus 500 Eiern und viel buntem Dekomaterial bestand. Der Donnerstag mit seinem großen Familienfest war eins der Highlights für Organisator Sabrowsky. „Wir haben das Jugendhaus Egons ins Boot geholt. Ein voller Erfolg.“ Viele Familien nutzten an diesem Tag das große Spiel- und Mitmachangebot. Vor allem der Kletterfelsen im Schlosspark reizte kleine Nachwuchsbergsteiger dazu, Höhenluft zu schnuppern. Ruhiger ging es auf einer großen Wiese vor dem Schlosssee zu, hier konnten Festbesucher Boule spielen und sich von den Spielern des HSV Stöckte die Regeln des französischen Kugelspiels erklären lassen. Weiterhin hatten die Mitglieder des Stöckter Faslamsvereins vier ihrer fantasievollen Faschingsumzugswagen nach Winsen gebracht. Und wer Lust hatte, konnte sich das Spektakel bei einem Hubschrauberrundflug von oben aus ansehen.

„Gutes Wetter, gute Musik – wir sind auf einem guten Weg!“

Auf den drei Bühnen verteilt über das Festgelände am Schlossplatz und in der Rathausstraße gab es ein voll gepacktes Musikprogramm: Oldies, Blues, Rockabilly und Rock. Nicole und Maya Müller aus Winsen saßen am Freitagnachmittag in der Sonne und gönnten sich am Kinderkarussell eine Kugel Eis. Mama Nicole war schon beim Eröffnungsabend dabei, allerdings ohne ihre Tochter: „Am Mittwochabend bei dem Eröffnungskonzert mit den „Deputyz“ kommen alle. Da trifft sich die ganze Nachbarschaft“, schwärmte sie. Sie freute sich auf das Feuerwerk am Sonnabendabend vor der Kulisse des angeleuchteten Winsener Schlosses. Sabrowsky war mit dem Fest mehr als zufrieden: „Gutes Wetter, gute Musik, die Leute sind nett – wir sind auf einem guten Weg!“