Großeinsatz

„Hot Spot“ im Kraftwerk Moorburg ist gelöscht

Tagelang hat die Feuerwehr im Kohlekraftwerk des Energieversorgers Vattenfall nach potenziellen Brandherden gesucht. Durch erhöhte Temperaturen im Kohlelager hätte sich das Lager entzünden können.

Hamburg. Die Hamburger Feuerwehr hat ihren seit fünf Tagen dauernden Einsatz im Kraftwerk Hamburg-Moorburg am Mittwochnachmittag beendet. Der seit vergangenen Freitag vermutete „Hot Spot“ in einem Kohlebunker ist nach Angaben der Feuerwehr beseitigt. „Das ist alles abgetragen und bekämpft“, sagte ein Sprecher am frühen Donnerstagmorgen.

Ein „Hot Spot“ ist eine Stelle, an der Kohle heiß geworden ist. Das kann zu einem Brand führen. Nach Angaben der Feuerwehr sind die Einsatzkräfte am Mittwoch bis zu der kritischen Stelle vorgedrungen und haben die betroffene Kohle mit Wasser gelöscht und abgetragen. Die Kohle soll in einer Verbrennungsanlage in Brunsbüttel entsorgt werden. Im Kohlelager des Kraftwerkes waren an einigen Stellen erhöhte Temperaturen von rund 70 Grad Celsius gemessen worden. 30 Grad Celsius sind normal.

Bereits seit Freitag sind die Einsatzkräfte mit dem „Hot Spot“ im Kohlekreislager 2 des neuen Kraftwerkes beschäftigt. Um eine Entzündung zu verhindern, wurden die zwischen 50.000 und 70.000 Tonnen Kohle teilweise ausgelagert und mit Binnenschiffen zum Heizkraftwerk in Wedel transportiert. Im Kohlekreislager 1 war am Montagmorgen ein weiterer „Hot Spot“ entdeckt worden, der innerhalb von zwei Stunden mit Wasser abgekühlt werden konnte. Nach Angaben der Feuerwehr bestand keine Gefahr für Umwelt und Bevölkerung.