Anonymer Hinweis

Entwarnung: Polizisten finden keine Waffen in Santa Fu

Nach Hinweis auf geplante Geiselnahme ist in der JVA Fuhlsbüttel wieder Normalität eingekehrt. Justizsenator: "MEK-Einsatz war richtig"

Hamburg. Berichte über eine angeblich geplante Geiselnahme hatten für Aufregung gesorgt, nun herrscht wieder Normalbetrieb in der Hamburger Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Bei der Generalrevision seien keine Waffen gefunden worden. Auch für eine geplante Geiselnahme gebe es keine weiteren Anhaltspunkte, teilte die Justizbehörde am Mittwoch mit.

Vor einer Woche war eine anonyme Mitteilung auf eine angeblich bevorstehende Geiselnahme in „Santa Fu“ eingegangen. Demnach sollten bereits Waffen für die geplante Tat in das Gefängnis geschmuggelt worden sein. Daraufhin hatte die Anstaltsleitung alle Gefangenen in ihren Zellen einschließen und das Gelände von Mittwoch an durch Justizbeamte und Polizisten absuchen lassen.

Knallgeräusche lösten MEK-Einsatz aus

Nach Knallgeräuschen war in der Nacht zum Sonnabend das Mobile Einsatzkommando (MEK) zu dem Gefängnis ausgerückt. Möglicherweise wurden die Knallgeräusche und die nachfolgende Geruchsentwicklung durch einen technischen Defekt verursacht, heißt es nun.

„Es war richtig, den Hinweis ernst zu nehmen. Im Justizvollzug können wir keine Kompromisse eingehen. Sicherheit hat Vorrang“, sagte Justizsenator Till Steffen (Grüne) am Mittwoch. Derzeit sind in dem Gefängnis 287 und in der dazugehörigen Sozialtherapeutischen Anstalt 107 Menschen inhaftiert.