Barmbek-Süd

Autoarm und radgerecht: Wird Osterbekstraße umgebaut?

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Der rechte, südliche Teil des Osterbekufers soll autoarm und fahrradfreundlicher werden (Archivbild).

Der rechte, südliche Teil des Osterbekufers soll autoarm und fahrradfreundlicher werden (Archivbild).

Foto: Imago

Rot-Grün beschließt Machbarkeitsstudie. Für 100.000 Euro werden drei Varianten entworfen. Kopfsteinpflaster soll raus.

Hamburg. Eine autoarme Fahrradroute mit glattem Belag statt Kopfsteinpflaster. Das plant die rot-grüne Koalition Im Bezirk Nord für die Barmbeker Osterbekstraße. Ziel des Umbaus sei, eine attraktive, weitgehend von Autos befreite Strecke in Ost-West-Richtung zwischen Barmbek und Alster herzustellen. Vorgesehen sind etwa 1000 Meter zwischen Schleidenstraße und Barmbeker Straße.

Geeignet sei dieser Bereich vor allem deshalb, weil er bereits teilentwidmet ist und von nur wenigen Autos genutzt wird. Dafür fahren viele Radfahrer die Route entlang des Osterbekkanals. Schon heute sind Streckenabschnitte in Barmbek-Süd mit Pollern für Autos gesperrt. Für eine echte Radroute sind nun 100.000 Euro für eine Machbarkeitsuntersuchung beschlossen worden. Ein Vorentwurf mit drei Varianten soll erstellt werden, um die Verkehrsbehörde zu einer Finanzierung zu bewegen.

Verkehrsbehörde muss noch überzeugt werden

"Da dieser Teil der Osterbekstraße trotz Kopfsteinpflaster und schmaler Radwege schon heute intensiv genutzt wird, besteht eine gute Chance, dass die Fachbehörde überzeugt werden kann, einen Umbau zu finanzieren", heißt es im Beschluss der Bezirksversammlung. Die Tiefbaumittel des Bezirks seien bereits für andere Maßnahmen verplant. Zudem sei ein erheblicher Teil der Strecke keine Straßenfläche, sondern eine Grünanlage.

Thorsten Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bezirksfraktion Hamburg-Nord, sagt: „Über die Osterbekstraße verläuft eine direkte, weitgehend autofreie Route von Barmbek über die Alster Richtung Eimsbüttel. Sie hat das Zeug dazu, eine der attraktivsten und beliebtesten Routen für den Radverkehr, aber auch für Spaziergänge zu werden!"

Kopfsteinpflaster könnte weichen

Aus Sicht der Grünen könnte dort später sogar eine weitere Fahrradstraße im Bezirk entstehen. Bisher störe vor allem das Kopfsteinpflaster. Deshalb sei es richtig, jetzt 100.000 Euro zu investieren, um zu klären, welche Umbauten sinnvoll und machbar sind.

Christoph Reiffert, Sprecher der Grünen-Bezirksfraktion für Barmbek, spricht von einem "riesigen Vorteil", dass schon heute viele Menschen diese Route nutzen. "Auf mehr als 400 Metern begegnet man keinem Auto und im Rest der Straße gibt es keinen Durchgangsverkehr. Wir wollen auch prüfen lassen, ob das Kopfsteinpflaster teilweise entfernt und durch Pflanzflächen ersetzt werden kann."

( nib )