Bezirk Nord

Neue Schilder sollen Hamburgs Radfahrer disziplinieren

Zwischen Radfahren und Fußgängern kommt es auf dem Alsterwanderweg immer mal wieder zu Konflikten

Zwischen Radfahren und Fußgängern kommt es auf dem Alsterwanderweg immer mal wieder zu Konflikten

Foto: Hanke/Wochenblatt

Sie machen auf dem Alsterwanderweg auf gegenseitige Rücksichtnahme von Radfahrern und Fußgänger aufmerksam.

Hamburg. Sie sind schlicht gehalten. Nur das Wort „Respekt!“ und Piktogramme von einem Radfahrer und einer Mutter mit Kind sind auf den neuen Schildern zu sehen. Diese sollen künftig auf dem Alsterwanderweg zwischen Meenkwiese und dem S- und U-Bahnhof Ohlsdorf auf gegenseitige Rücksichtnahme von Radfahrern und Fußgänger aufmerksam machen.

Das Bezirksamt Altona hat sie bereits aufgestellt. Hamburg-Nord wird nun folgen, wie im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz mitgeteilt wurde. Die Begründung: In einigen Grünanlagen, insbesondere bei Querung von Freizeitrouten, kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen schnell fahrenden Radfahrern und Fußgängern.

FDP: Gefahrpotenzial endlich erkannt

Die FDP jubelt. Für diese Art der Beschilderung hatten sich die FDP-Bezirksfraktion in Hamburg-Nord wiederholt mit Anträgen eingesetzt, die bislang immer als unnötige Geldausgabe abgelehnt worden waren. Vom Nutzen der Schilder zeigten sich die anderen Fraktionen nicht überzeugt.

„Nach jahrelangem Ringen und Anträgen werden die Forderungen der FDP erfüllt“, sagt der FDP-Bezirksabgeordnete Ralf Lindenberg. „Endlich haben Politik sowie Verwaltung das Gefahrenpotenzial und die Konfliktsituation auf den Wanderwegen erkannt und stimmen unseren Vorschlägen zu.“ Es bleibe zu hoffen, dass die Schilder, die Fahrradfahrer und Fußgänger zur Rücksicht auffordern, auch bald aufgestellt werden.