Red Dot Award

BMW-Chefdesigner zeichnet Lademasten der Hochbahn aus

An den Säulen können die Busse innerhalb von sechs Minuten ihre Batterien aufladen

An den Säulen können die Busse innerhalb von sechs Minuten ihre Batterien aufladen

Foto: Hochbahn

Der Hamburger Stephan Gahlow erhält den renommierten Designpreis für Masten, an denen die Hybridbusse der Linie 109 aufgeladen werden.

Hamburg.  Die Juroren sprachen ihnen „außergewöhnliche gestalterische Qualität“ zu: Die Lademasten, an denen Hybridbusse der Linie 109 mit Strom versorgt werden, haben den weltweit renommierten Red Dot Award für Produktdesign erhalten. Die Busse der Linie sind auf einer 9,3 Kilometer langen Strecke zwischen der Innenstadt über Winterhude nach Alsterdorf unterwegs.

Der Red Dot Award wird einmal im Jahr verliehen. Um die Gewinner auszuwählen sind 41 Juroren im Ruhrgebiet zusammengekommen, unter ihnen der US-Amerikaner Chris Bangle, Chef-Designer der BMW-Group, und der deutsche Alexander Neumeister, der unter anderen die deutschen ICE-Züge und die Magnetschwebebahn Transrapid entworfen hat.

Hersteller und Designer reichten mehr als 5000 Produkte ein

Sie bewerteten die Einsendungen von Herstellern und Designern, die in diesem Jahr nach Angaben der Veranstalter bei einer Rekordzahl von 5200 lagen. Die Jury vergab die Auszeichnung an 1304 Produkte.

An den Lademasten, die an der Adenauerallee und an der Endhaltestelle in Alsterdorf stehen, werden die Busse der sogenannten Innovationslinie 109 mit Strom versorgt. Nach Angaben der Hamburger Hochbahn können die emissionsarmen beziehungsweise emissionsfreien Busse an den Masten innerhalb von sechs Minuten ihre Batterien aufladen. Diese erlaubten es ihnen, rund sieben Kilometer rein elektrisch durch die Innenstadt zu fahren. Danach schaltet sich ein Euro-6-Dieselaggregat ein.

Ein Hamburger hat die Säulen entworfen

Designer der Lademasten ist der Hamburger Stephan Gahlow. „Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung und freuen uns, dass das moderne Design die Innovationslinie und das dahinter stehende Ziel einer modernen und umweltschonenden Mobilität unterstützt“, sagt Gahlow.