Eppendorf

Obi eröffnet Baumarkt am Nedderfeld – unweit von Bauhaus

Ein Obi-Baumarkt nach der Neueröffnung (Symbolbild)

Ein Obi-Baumarkt nach der Neueröffnung (Symbolbild)

Foto: imago stock&people / imago/Lichtgut

Zwischen den beiden Baumarkt-Giganten liegen nur wenige hundert Meter. Platzhirsch Bauhaus hatte dort erst kürzlich neu gebaut.

Hamburg.  Am Nedderfeld haben Heimwerker und Gartenfreunde nun die freie Wahl: Nur wenige hundert Meter vom Bauhaus entfernt eröffnet am kommenden Montag eine neue Filiale von Obi. Gleich neben dem Nedderfeld-Center hat das Unternehmen einen Baumarkt samt Baustoffhalle und Gartencenter errichtet. Auch nach der Max-Bahr-Insolvenz ist der Markt für Heimwerker in Hamburg offenbar stark umkämpft.

Ein Vorteil ist sicher die gute Anbindung. Der Nedderfeld in den Stadtteilen Lokstedt und Eppendorf ist von der Kollaustraße, eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt, gut mit dem Auto zu erreichen. Bekannt ist die Meile aber eigentlich für ihre vielen Kfz-Niederlassungen, die Gegend ähnelt eher einem Gewerbegebiet und ist daher nicht sonderlich dicht bewohnt. Potenzielle Kundschaft in der Nachbarschaft gibt es also kaum. In naher Zukunft soll sich das aber gewaltig ändern.

Mehr als 1000 Wohnungen in der Nähe geplant

Mit dem Wohnungsbauprojekt „Tarpenbeker Ufer“ sollen auf dem lange brach liegenden Güterbahnhof Lokstedt am Kellerbleek rund 750 Wohnungen vorwiegend für Familien entstehen. Derzeit finden bereits vorbereitende Maßnahmen für den Bau statt. Damit rückt auch der ganze Stadtteil Groß Borstel näher an den Nedderfeld heran. Das beschauliche Viertel mit seinen 8000 Einwohnern wächst damit beinahe schlagartig um mehr als 2000 Menschen an.

In unmittelbarer Nähe auf dem Gelände des alten Bauhofs an der Süderfeldstraße entsteht zudem ein weiteres Großprojekt. Dort sollen in den kommenden Jahren rund 400 Wohnungen, ein Drittel davon öffentlich gefördert, entstehen. Mit dem Bau soll noch dieses Jahr begonnen werden.

Bauhaus hat erst vor wenigen Jahren kräftig an dem Standort investiert. Die Kette, die mit zehn Filialen in der Metropolregion Platzhirsch ist, hat den veralteten Markt am Nedderfeld Ecke Kollaustraße abgerissen, anliegende Grundstücke dazu gekauft und an derselben Stelle einen überdimensionalen Markt errichtet, samt Parkplätzen und neuer Zufahrt. Auch Bauhaus hat das Potenzial des Standorts also erkannt. Aber verträgt der Nedderfeld deshalb gleich einen zweiten Baumarkt? Obi scheint daran nicht zu zweifeln.