Verkehr in Hamburg

Jetzt auch Kritik an Busbeschleunigung in Barmbek

Wie schon in Winterhude und St. Georg stehen auch hier Teile der geplanten Maßnahmen bei Anwohnern und Oppositionspolitikern in der Kritik. CDU Hamburg-Nord: “Planungen sind eine Katastrophe.“

Hamburg. Zwei Busspuren in der Fahrbahnmitte, Radfahrstreifen am Rand und nur noch zwei Spuren für Autos – am 4. August beginnen in der Fuhlsbüttler Straße die Umgestaltungsmaßnahmen zur Busbeschleunigung. Die Metrobus-Linie 7 befördert hier auf ihrem Weg vom Borchertring bis zum Bahnhof Barmbek täglich 14.000 Fahrgäste – Tendenz steigend. Laut der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ist die Leistungsfähigkeit der Linie jedoch eingeschränkt: Die Busse ständen in der Rushhour oft im Stau, Haltebuchten würden häufig durch Zweite-Reihe-Parker blockiert und auch beim Wiedereinfädeln in den Verkehr gehe kostbare Zeit verloren.

Doch wie schon in Winterhude und St. Georg stehen auch hier Teile der geplanten Maßnahmen bei Anwohnern und Oppositionspolitikern in der Kritik. Der Stadtteilrat Barmbek-Nord etwa bemängelt die Planungen zum Umbau des Knotenpunktes Fuhlsbüttler Straße/Alte Wöhr/Langenfort gleich aus mehreren Gründen. So könne eine ost-westlich verlaufende historische Grünzugsachse nicht komplett wiederhergestellt werden, was dem Freiraumentwicklungskonzept widerspreche. Außerdem verursache die derzeitige Planung durch „umständliche und unintuitive Wegeführung“ ein erhebliches Sicherheitsproblem für Fußgänger, Radfahrer und Linksabbieger.

Darüber hinaus erwarte die Autofahrer bei der Abfahrt vom Ring 2 ein erheblicher Rückstau in der Lauensteinstraße Richtung Neue Wöhr. Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU Hamburg-Nord, übt vor allem Kritik am Wegfall der Linksabbiegerspur von der Fuhlsbüttler Straße in den Langenfort. Künftig müssen alle Autofahrer, die von Norden kommen, zunächst rechts abbiegen, um einen Parkplatz herumfahren und können dann erst links abbiegen. „Sämtliche Planungen des Busbeschleunigungsprogrammes sind eine Katastrophe“, so Ploß. „Sie lösen keine Verkehrsprobleme, schaffen dafür aber etliche neue.“