Hamburg

Warum Bauern in der City Äpfel verteilen

Obstbauern verteilten am Freitag auf der Mönckebergstraße Äpfel an Passanten.

Obstbauern verteilten am Freitag auf der Mönckebergstraße Äpfel an Passanten.

Foto: Julia Hawighorst

Landwirte aus Hamburg und dem Umland erklären Passanten, was der Kauf von regionalem Obst mit der Artenvielfalt zu tun hat.

Hamburg. An der Mönckebergstraße haben ungefähr 30 Bauern aus Hamburg und dem Umland kostenlos Äpfel verteilt. Mit der Aktion wollten sie darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, regionales Obst zu kaufen. Sie erklären den Passanten: „Wer Äpfel aus der Umgebung kauft, hilft die Artenvielfalt zu erhalten“.

Die Obstbauern würden durch die Pflege ihrer Obstplantagen vielen verschiedenen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum bieten. Sie stellen etwa Insekten-Nistkästen auf und legen Blühstreifen an.

Kaum ein Mensch habe noch Kontakt zu einem Bauern seiner Region, wodurch das Verständnis von Bauern und deren Arbeit verloren gegangen ist. Deswegen sei es wichtig, mit den Verbrauchern in ein Gespräch zu treten, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was sie für den Naturschutz leisten.

Bauern: Regionales Obst nützt Artenvielfalt

„Die Medien haben uns in letzter Zeit durchweg negativ dargestellt. Wir wollen jetzt zeigen, dass wir der Natur Gutes tun wollen.“, sagt einer der Bauern. Die allermeisten der Bauern würden sich bemühen, die Umwelt zu schützen, da sie selbst von einer Artenvielfalt profitieren würden. Deshalb sei es aber wichtig, dass regionales Obst gekauft wird und keines, dass aus dem Ausland importiert ist.

Ein Obstbauer rät: „Am besten ist es, einfach mit dem Fahrrad einen der Obstbauern zu besuchen. Aber auch der Kauf regionaler Produkte im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt hilft.“

Viele der von den Bauern angesprochenen Menschen sind bereit, sich mit ihnen zu unterhalten und sich deren Sichtweise erklären zulassen. Ein Passant sagt, dass er selbst auf dem Land aufgewachsen sei und die Bauern gut verstehen kann: „Es ist wichtig, dass die Bienen nicht sterben, dafür muss der Kauf von regionalen Produkten unterstützt werden.“