Hamburg

Springer Quartier für rund 400 Millionen Euro verkauft

Das Springer Quartier am Rand der Innenstadt bezieht auch das in den 50er-Jahren errichtete ehemalige Verlagsgebäude mit ein. Dahinter entsteht ein Neubaukomplex

Das Springer Quartier am Rand der Innenstadt bezieht auch das in den 50er-Jahren errichtete ehemalige Verlagsgebäude mit ein. Dahinter entsteht ein Neubaukomplex

Foto: Moka_studio / Momeni/Moka-Studio

Momeni Gruppe erzielt Rekordpreis. Auf dem ehemaligen Verlagsgelände soll ein Neubau mit Büros und Wohnungen entstehen.

Hamburg.  Die Hamburger Momeni Gruppe hat das Springer Quartier an der Kaiser-Wilhelm-Straße nach Abendblatt-Informationen für rund 400 Millionen Euro verkauft. Das sei die größte Einzelimmobilientransaktion, die je in Hamburg getätigt wurde, sagte Peter Hartwig, Prokurist beim Immobiliendienstleister Grossmann & Berger.

Die Käufer sind die Ärzteversorgung Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Zu dem Käuferkonsortium gehören auch die Tierärzteversorgung Niedersachsen sowie die Steuerberaterversorgung Niedersachsen. Mit ihrem Deal sind die Käufer zufrieden: „Wir haben mit dieser Transaktion unsere Strategie, in innerstädtische Immobilien zu investieren, erfolgreich fortgesetzt, sagte Frank Adelstein, Direktor Immobilien der Ärzteversorgung Niedersachsen. Diese ist bereits auch Miteigentümer der Stadthöfe, die schräg gegenüber dem Springer Quartier liegen.

Bis 2020 soll ein Neubaukomplex entstehen

Bis 2020 soll an dem Standort am Rande der Innenstadt nach den Plänen des renommierten Hamburger Büros von Gerkan, Marg und Partner (gmp) ein Neubaukomplex entstehen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat im Springer Quartier bereits rund 12.000 Quadratmeter angemietet. Neben den Büroflächen werden dort auch 53 Wohnungen gebaut. Außerdem soll das Erdgeschoss für Gastronomie und Einzelhandel genutzt werden.

Dort, wo künftig ein neues Viertel entsteht, stand einst der Mitteltrakt des Verlagshauses Axel Springer. Der wurde abgerissen. Direkt daneben, am Axel-Springer-Platz, steht das denkmalgeschützte Verlagsgebäude, das in den 1950er-Jahren errichtet wurde. Es gehörte ebenfalls zum rund 400-Millionen-Euro-Immobiliendeal. Nach der Revitalisierung wird dort die Axel Springer SE mit bis zu 500 Mitarbeitern einziehen. Auf dem Gelände liegt auch der in den 1990er-Jahren errichtete Neubau des Verlagshauses. Der Gebäudekomplex wurde an die Stadt verkauft, dort zieht das Bezirksamt Mitte ein. Das Kundenzentrum soll im Juni eröffnet werden.

Vermietung der Flächen soll gut vorankommen

Bezüglich der Vermietung weiterer Flächen im Springer Quartier laufen laut Hanjo Hautz, Geschäftsführer der Momeni Projektentwicklung GmbH, „konkrete Gespräche mit diversen hochkarätigen Interessenten. Dieses große Interesse unterstreiche einmal mehr die Nachfrage nach großen zusammenhängenden Flächen mit moderner und hochwertiger Ausstattung in bester Innenstadtlage.

Allerdings gibt es ein großes Angebot: In den benachbarten Stadthöfen auf dem Areal der ehemaligen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) stehen rund 15.000 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung. Die ersten Mieter sind dort bereits eingezogen. Die offizielle Einweihung des durch vier Höfe miteinander verbundenen Areals, ist für Juni geplant. Bis zu 40 Flächen für Einzelhandel sind dort geplant, wie viele davon bereits vermietet sind, ist nicht bekannt.

Nur wenige Hundert Meter entfernt, am Alten Wall, werden weitere rund 18.000 Quadratmeter Bürofläche geschaffen. Hinzu kommen 10.000 Quadratmeter für Einzelhandel. Bislang wurden dafür keine Mieter präsentiert.