Hamm

Nach großem Protest: Bau von „Elisa II“ gestartet

So soll "Elisa II" nach der Fertigstellung im Sommer 2017 aussehen

So soll "Elisa II" nach der Fertigstellung im Sommer 2017 aussehen

Foto: Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft eG

102 öffentlich geförderte und überwiegend familienfreundliche Wohnungen geplant. Ex-Mieter können teilweise in Neubau zurückkehren.

Hamburg. Aus alt wird neu: Etwas mehr als drei Monate nach dem Abrissbeginn des ehemaligen Backstein-Ensembles „Elisa“ am Elisabethgehölz in Hamburg-Hamm ist am Dienstag der Startschuss für das neu geplante Gebäude gefallen. Bis zum Sommer 2017 sollen an gleicher Stelle, jedoch unter dem neuen Namen „Elisa II“, 102 öffentlich geförderte und überwiegend familienfreundliche Wohnungen entstehen.

Beim symbolischen ersten Spatenstich kamen sowohl Vertreter der Orts-, Bezirks- und Landespolitik, des Mietervereins zu Hamburg sowie Mitglieder der Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft (vhw), ihrerseits Eigentümer der Immobilie, auf der Baustelle zusammen. Ab dem heutigen Mittwoch sollte dann mit den ersten Erdarbeiten begonnen werden.

Thoß: „In Einzelfällen ein zähes und aufreibendes Ringen“

„Es war ein langer, steiniger Weg bis zu diesem Tag. Nun ist der von so vielen Beteiligten ersehnte Neubau in greifbare Nähe gerückt“, sagte vhw-Vorstand Martin Thoß und bezog sich dabei auf den großen Protest von Bürgerinitiativen, des Denkmalschutzvereins und von ehemaligen Mietern, die sich vehement für den Erhalt des Hauses eingesetzt hatten.

Mit Letzteren sei letztlich eine Einigung erzielt worden. „Das lief teilweise sehr partnerschaftlich, in einigen Einzelfällen war es aber ein zähes und aufreibendes Ringen“, gestand Thoß.

Dr. Ralf Bosse vom Mieterverein begrüßte, dass mit „Elisa II“ dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden könne. Der Verein hatte den Runden Tisch begleitet, an dem bereits 2013 eine Rahmenvereinbarung für die ehemaligen Bewohner ausgehandelt worden war. Dieser sieht vor, dass viele Ex-Mieter in den fünfgeschossigen Neubau zu Garantiemieten (5,90 Euro/m2) zurückkehren können.

Bereits 2000 Bewerber für nicht-vergebene Wohnungen

Für die restlichen Wohnungen, jeweils zwischen 47 und 103 Quadratmeter groß, hätten sich bereits mehr als 2000 Interessenten gemeldet, so die vhw.

Ein Teil der alten Wohngebäude ist inzwischen bereits abgerissen. Mit dem Rest solle nach dem anstehenden Schadstoffausbau ab Mitte September begonnen werden, heißt es.