Hamburg-Mitte

Behörden-Posse um trockene Brunnen in der Innenstadt

Der einzige Techniker, der sie anstellen kann, ist im Ruhestand. Bezirksamt räumt Fehler ein. Zwei prominente Brunnen haben aber Wasser.

Hamburg. Es ist eine Posse ohnegleichen: In der Hamburger Innenstadt sind trotz steigender Temperaturen fast alle Brunnen stillgelegt – weil dem zuständigen Bezirksamt Hamburg-Mitte ein Mitarbeiter fehlt, der sie anschalten könnte. Beispiel Großneumarkt. In den vergangenen Jahren hatte der schöne Brunnen, eine Arbeit der Künstlerin Doris Waschk-Balz, schon seit Anfang Mai stets geplätschert. Jetzt steht er seit Wochen knochentrocken in der Sonne und wird als Mülleimer missbraucht.

Ein Anwohner hatte sich gewundert und das Bezirksamt alarmiert. Bezirksamtsprecherin Sorina Weiland bestätigte dem Abendblatt, dass niemand den Brunnen einschalten könne. Der technische Mitarbeiter, der die Brunnen bislang betreut hatte, sei in den Ruhestand gegangen, die Stelle konnte bislang nicht nachbesetzt werden.

Unglaublich: Auch die anderen Brunnen im Bezirk sind deshalb nach wie vor abgeschaltet, beispielsweise der Hummelbrunnen am Rademachergang, der Brunnen „Metamorphosen“ auf dem Gustav-Mahler-Platz und der Hammoniabrunnen auf dem Hansaplatz.

Eine Ausnahme sind nur der Mönckebergbrunnen (Spitalerstraße) und der Brunnen im Innenhof des Rathauses, die aber weitgehend unabhängig vom Bezirksamt betrieben werden.

Lesen Sie mehr über diese Posse in der Sonnabendausgabe des Hamburger Abendblatts