Public Viewing zur Fußball-WM

25.000 verfolgen Deutschland-Spiel auf dem Heiligengeistfeld

Bei sternenklarem Himmel feierten Zehntausende Fans in Hamburg den 2:1-Sieg der deutschen Nationalelf gegen Algerien. Trommeln, Tröten und Trillerpfeifen mussten aber zu Hause bleiben.

Hamburg. Zehntausende Menschen haben am Montagabend in der Fan-Arena auf St. Pauli gemeinsam das WM-Spiel der Deutschen gegen Algerien angeschaut. Zu Spitzenzeiten hätten rund 25.000 Fans auf dem Heiligengeistfeld den Viertelfinal-Einzug der DFB-Elf gefeiert, sagte eine Sprecherin des Veranstalters.

Verkleidet mit Blumenketten, Hüten und Haarbändern in Schwarz-Rot-Gold hatten sie beim ersten K.o.-Spiel der DFB-Elf ein rauschendes Fußballfest gefeiert. Bei kühlen 16 Grad schrien sich die bunt dekorierten Fußballfans bei den beiden Toren des Jogi-Teams die Kehlen heiser. Nach dem 2:1-Sieg gegen Algerien verließen sie euphorisch das Heiligengeistfeld und freuten sich auf das Viertelfinalspiel am Freitag (4. Juli).

Trotz der späten Spielzeit um 22.00 Uhr waren 25.000 feierfreudige WM-Begeisterten in die Arena gekommen. „Nach dem Ende der regulären Spielzeit sind aber schon rund 5000 Fans nach Hause gegangen“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Als das deutsche Tor fiel, brach lauter Jubel aus und große Fahnen wurden geschwenkt. Zum Start, kurz nach Sonnenuntergang in Hamburg, war es wolkenlos: bis zum Ende blieb es trocken bei sternenklarem Himmel.

Veranstalter zufrieden

Die Veranstalter der Fan-Arena zeigten sich zufrieden: „Alles super und ein extrem spannendes Spiel“, sagte Sprecherin Daniela Scherbring in der Nacht zum Dienstag. Alles sei während des gesamten Spiels friedlich geblieben. Das bestätigte auch die Hamburger Polizei.

Zeitweise riefen die jubelnden Fans im Chor: „Auf geht's schießt ein Tor!“ Eine Gruppe Algerier sorgte mit Trommeln und lauten Rufen für Stimmung. Gezeigt wurde die Partie auf einer 92 Quadratmeter großen LED-Wand: Laut Veranstalter die größte, die es bei einem deutschen Public Viewing gibt. Mit Platz für 50.000 Besucher gilt das Public Viewing in Hamburg bundesweit als zweitgrößtes nach der Berliner Fanmeile.

Trommeln, Tröten und Trillerpfeifen mussten wie bei den WM-Spielen zuvor zu Hause bleiben: Wegen der späten Spielzeiten müssen sich die Veranstalter an die Lärmschutzrichtlinien halten. Nach der Partie der deutschen Elf mussten mehrere Straßen rund um die Fan-Arena gesperrt werden – Autos fuhren hupend durch die Straßen. Zu Zwischenfällen kam es laut Polizei zunächst nicht. Später zogen die Fans mit lauten „Oh, wie ist das schön“-Gesängen weiter in die umliegenden Kneipen auf der Reeperbahn.