St. Pauli

Matratzen aus dem Automaten am Spielbudenplatz

Wer sich auf dem umkämpften Matratzenmarkt behaupten will, muss sich schon etwas Besonderes einfallen lassen. Wie wäre es mit Matratzen im Vorbeigehen ergattern? Auf St. Pauli kein Problem.

Hamburg. An zahlreichen Ecken machen Matratzenläden mit leuchtender Schrift auf Sonderangebote aufmerksam; außerdem gibt es Fachgeschäfte und Kaufhausabteilungen. Wenn man sich auf dem Matratzenmarkt behaupten will, muss man sich also schon etwas Besonderes einfallen lassen. Zum Beispiel einen MatratzOmat. Sieht ähnlich aus wie ein Getränkeautomat, funktioniert auch so, ist aber viel größer und eine absolute Weltneuheit. Seinen ersten Auftritt hat der Matratzenautomat mit den Maßen eines Kleintransporters auf dem Spielbudenplatz. Dort steht er noch bis zum 1. Juni, dann startet er seine "Road-Show" durch Deutschland.

Zahlen (mit EC-Karte), Hebel ziehen, Klappe öffnen, die eingetütete Matratze entnehmen und bequem unterm Arm nach Hause tragen – nach diesem Prinzip soll der Matratzenkauf demnächst möglich sein. Zielgruppe ist auch das jüngere Publikum, etwa Studenten. Daher sind die Preise mit 30 Euro (90 x 200) und 50 Euro (140 x 200) eher moderat;

Weil die Herstellerfirma Matratzen direct keine Genehmigung für den Verkauf auf den Spielbudenplatz bekommen hat, werden die Liegepolster hier verlost. "Wir haben dafür 100 Matratzen zur Verfügung gestellt", sagt Christian Weyer, der für die rund 20 Filialen in Hamburg und Schleswig-Holstein verantwortlich ist. Auf einer dieser Matratzen wird Helena künftig schlafen. Die Siebenjährige, die eigentlich nur mit ihrem Vater zum Pizzaessen gehen wollte, kann es kaum fassen. "Ich habe einfach so eine neue Matratze gewonnen", freut sie sich. "Das ist gut, denn meine alte ist ein bisschen ungemütlich."

Ende Juni kommt der MatratzOmat auf seiner Deutschlandtournee noch einmal nach Hamburg. Dann steht er vor der Uni. Vielleicht gibt es ja dort eine Verkaufsgenehmigung.