Stadtentwicklung in Hamburg

HafenCity bekommt eine künstliche Freizeitinsel

Mit 1800 neuen Wohnungen und zudem einer aufgeschütteten Freizeitinsel soll das Quartier Baakenhafen in der HafenCity attraktiv werden.

Hamburg. Die HafenCity wächst weiter. Im Quartier Baakenhafen soll ein neues Wohn- und Geschäftsviertel entstehen, das urbanen Charme und landschaftliche Elemente miteinander verbindet. Dazu ist jetzt ein Entwurf für die Gestaltung der Freiräume vorgestellt worden. Das Konzept sieht eine Spiel- und Freizeitinsel und eine grüne Elbpromenade für das Viertel vor. Der Siegerentwurf stammt von den Berliner Landschaftsarchitekten des Ateliers Loid. Erst im Herbst 2011 wurde das Konzept für die 1800 neuen Wohnungen - mit weißem Design der Gebäude - vorgestellt. Die Pläne des entstehenden Quartiers im Baakenhafen nehmen damit immer mehr Form an.

Ein Novum in dem Viertel sollen mehrere Wasserhäuser werden, die direkt in das größte Hafenbecken der HafenCity gebaut werden sollen. Auch bei Freizeitangeboten wird das Wasser als Raum genutzt: Der Siegerentwurf sieht vor, in dem Hafenbecken eine 1,5 Hektar große Spiel- und Freizeitinsel entstehen zu lassen. Die Insel muss künstlich aufgeschüttet und befestigt werden, erklärt Susanne Bühler von der HafenCity Hamburg GmbH. "Fertig wird die Insel circa 2015", sagt sie weiter. Auf der Insel soll es eine 3000 Quadratmeter große Spielfläche und ein Spiel- und Gemeinschaftshaus geben. Außerdem soll die Insel grün werden. Als Attraktion ist eine begehbare Kunstinstallation von Thomas Schütte geplant.

Oberbaudirektor Jörn Walter ist von der Inselidee begeistert: "Von der Idee einer grünen 'Schatzinsel' mit bewegter Topographie geht etwas Faszinierendes aus, das an unsere Entdeckerlust rührt: Diese Insel muss man betreten und erlebt haben!", schwärmt er. Die Insel war auch der entscheidende Grund für den Sieg des Atelier Loidl. "Mit der grünen Freizeitinsel ist Atelier Loidl ein Entwurf für einen nahezu magischen Ort gelungen. Damit entstehen nicht nur für die künftigen Bewohner und Beschäftigten des Baakenhafenquartiers und des angrenzenden Elbbrückenquartiers hochattraktive Freiräume. Das Quartier Baakenhafen wird zu einem der attraktivsten und interessantesten Standorte in ganz Hamburg werden", sagt Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH.

Ein weiteres Highlight der Außengestaltung des Quartiers wird die Elbpromenade am Kirchenpauerkai mit einem 20 Meter langem Grünstreifen sowie Rad- und Fußwegen. Die Promenade soll als Verbindungsstück zwischen dem Lohsepark und dem Elbpark Entenwerder dienen. Außerdem soll es Quartiersplätze geben, die die Vernetzung in der Nachbarschaft unterstützen sollen.

Erst im Herbst 2011 hatte das Hamburger Büro APB Architekten als Wettbewerbssieger den Entwurf für die Wohnanlagen im Viertel vorgestellt. Der Entwurf mit den Wasserhäusern und dem weißen Designs setzte erste Schwerpunkte in der Gestaltung des Quartiers. Inhalte des Konzept sind unter anderem die Planung einer dichten Stadtlandschaft mit vielfältigen Wohnangeboten durch Baugemeinschafts- und Genossenschaftswohnungen, Eigentumswohnungen, aber auch gefördertem Wohnungsbau (ab 5,80 Euro pro Quadratmeter).

Das Quartier Baakenhafen liegt in der östlichen HafenCity und erstreckt sich auf eine Fläche von 21 Hektar. Es zeichnet sich durch die Wasserlage zu zwei Seiten, zwischen dem größten Hafenbecken der HafenCity und der Elbe, aus.

Die Fertigstellung des gesamten Areals wird voraussichtlich bis mindestens 2018 dauern. Das Konzept für die Freiräume wird allein insgesamt 12 bis 15 Millionen Euro kosten. Dazu kommen noch die Kosten für den Ingenieurbau für die Insel, berichtet Susanne Bühler.

Bei dem Wettbewerb für die Freiräume des Baakenhafen-Quartiers hatten 29 Planerteams Entwürfe eingereicht. Alle Entwürfe sind bis zum 28. Mai in einer Ausstellung in der HafenCity zu sehen.