Hamburg

Wasserrohrbruch auf Elbchaussee: Sperrung bis Montagmorgen

Die Arbeiten an der viel befahrene Straße gehen wie geplant voran. Auch am Freitag lange Staus im Berufsverkehr.

Hamburg. Die Hamburger Elbchaussee ist am späten Donnerstagmorgen wegen eines Wasserrohrbruchs abgesackt. Wie die Polizei Hamburg mitteilte, gebe es eine "Absenkung" der Fahrbahn zwischen Liebermannstraße und Hohenzollernring. Der Verkehr wurde in beide Richtungen gesperrt. Auch der Busverkehr ist beeinträchtigt. „Die Straße ist auf einer Länge von fünf Metern abgesackt“, sagte Feuerwehrsprecher Martin Schneider. Auch am Freitagmorgen führte die Sperrung zu langen Staus, vor allem stadtauswärts Richtung Blankenese, auf dem Hohenzollernring und auf den Ausweichstrecken.

Doch Hamburg Wasser konnte am Freitagmittag gute Nachrichten vermelden. "Die Arbeiten auf der Elbchaussee gehen wie geplant voran", sagte Unternehmenssprecherin Janne Rumpelt. Am Donnerstag sei den Asphalt aufgenommen worden, man habe den Fahrbahnuntergrund untersucht und die betroffenen Bereiche nachverdichtet.

Elbchaussee bis Montag gesperrt

"Größere Unterspülungen wurden nicht festgestellt", so Rumpelt. Am Freitag wurde der Hausanschluss ausgetauscht. Für das Wochenende ist die Asphaltierung geplant. "Sofern die Arbeiten weiter nach Plan verlaufen, kann die Elbchaussee am Montagmorgen wieder für den Berufsverkehr freigegeben werden" kündigte Hamburg Wasser an.

Autofahrer sollten den Ort weiträumig umfahren – dadurch kommt es besonders im Berufsverkehr zu langen Staus. "Es handelt sich um einen Wasserrohrbruch bei einer Hausanschlussleitung", sagte Ole Braukmann, Sprecher von Hamburg Wasser, dem Abendblatt am Donnerstag. Das austretende Wasser hatte die Fahrbahn in Teilen unterspült und Sand nach oben gespült.

Verkehrschaos rund um Elbchaussee

Die von dem Leck betroffene Leitung versorgt nördlich der Elbchaussee lediglich eine Villa, verläuft jedoch unter der Fahrbahn stadteinwärts – somit hatte das Leck weitreichende Folgen. Bereits am Donnerstagnachmittag bildeten sich lange Staus auf den Ausweichstrecken. Stadtauswärts standen die Autos beispielsweise ab der Großen Brunnenstraße Stoßstange an Stoßstange. Und auch auf dem Hohenzollernring herrschte Verkehrschaos.

Nach Angaben von Hamburg Wasser wird man stadteinwärts von der Liebermannstraße auf die Parallelstraße zur Elbchaussee – die Bernadottestraße – gelenkt. Um die Stadt zu verlassen, könne man vom Hohenzollernring aus auf die Bernadottestraße ausweichen.

Anwohnerin: "Wir hatten Angst, dass die Straße einbricht"

Nicht nur für Autofahrer, auch für Anwohner waren der Wasserrohrbruch und die damit verbundenen Beeinträchtigungen eine böse Überraschung. „Wir hatten Angst, dass die Straße einbricht. Es war alles unter Wasser“, sagte Christel Hugelmann.

Auch Meno Schumann ist wenig begeistert. "Das ist natürlich eine aufwendige Angelegenheit", sagte er. Momentan komme er nur erschwert von A nach B und müsse sein Auto in der Liebermannstraße parken. "Eigentlich ist dieser Abschnitt eine Durchgangsstraße und daher staut sich das natürlich vor den Absperrungen“, so Schumann.

Elbchaussee war bereits im Januar abgesackt

Nach Abendblatt-Informationen gehört die kaputte Hausanschlussleitung zu der Othmarscher Säulenvilla, die derzeit leer steht und saniert wird. Die Besitzer wohnen laut Nachbarn im Ausland. Das Abendblatt hatte zuletzt 2018 berichtet, dass die Rettung des prunkvollen Gebäudes an der Elbchaussee beginnt. Damals hieß es, die neue Besitzerin des denkmalgeschützten Baus wolle die der Elbe zugewandte Terrasse des Anwesens sanieren lassen. Ein entsprechender Antrag lag dem Amt damals vor.

Zuletzt hatte es Mitte August an der Fruchtallee einen Wasserrohrbruch mit erheblichen Folgen gegeben. Und es ist auch nicht das erste Mal, dass die Elbchaussee abgesackt ist. Anfang Januar war ein defektes Abwassersiel entdeckt worden. Dieser Schaden hatte dazu geführt, dass in Höhe Halbmondsweg die Fahrbahn abgesackt war. Bis zum 8. Februar war nur ein Fahrstreifen befahrbar.