Hamburg

Containerschiff rammt Fähre: Schaden höher als erwartet

Ein Megafrachter touchiert eine Hafenfähre am Anleger Blankenese. Wasserschutzpolizei präsentiert erste Ermittlungsergebnisse.

Hamburg. Der bei der Kollision zwischen einem Megafrachter und der Hamburger Hafenfähre "Finkenwerder" entstandene Schaden ist höher als bislang bekannt. Vor allem an der Fähre und am Anleger Blankenese sei ein erheblicher Sachschaden von circa einer Million Euro entstanden, berichtet das "Hamburger Polizei Journal" in seiner neuen Ausgabe. Bisher war der Schaden auf eine sechsstellige Summe geschätzt worden.

Das 400 Meter lange Schiff "Ever Given" mit Platz für mehr als 20.000 Container war am 9. Februar vom Kurs abgekommen und hatte die 25 Meter lange "Finkenwerder" am Anleger zusammengedrückt. Wind aus Südwest habe die Kollision begünstigt, ergaben die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei. Zudem habe ein Sog das Heck des Frachters gen Elbufer gezogen.

Schiffsführer der Fähre wurde leicht verletzt

Der damals 27 Jahre alte Schiffsführer der Fähre wurde dem Bericht zufolge leicht verletzt, zwei weitere Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Passagiere waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht an Bord. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs gegen den Kapitän des Megafrachters und gegen den Lotsen, wie eine Sprecherin der Behörde sagte.

Der animierte Fahrtverlauf der "Ever Given"