Osdorf

Besser parken am Bahnhof Hochkamp

Alles vom Feinsten:  die renovierte  P+R-Anlage am S-Bahnhof Hochkamp.

Alles vom Feinsten: die renovierte P+R-Anlage am S-Bahnhof Hochkamp.

Foto: Matthias Schmoock

Die neue P + R-Anlage ist fertig. Gebührenpflichtige Plätze jetzt mit Notruf, Videoüberwachung und Leitsystem.

Hamburg.  Alles neu am Bahnhof Hochkamp. Die Park-and-ride (P+R)-Anlage an der Winckelmannstraße steht von sofort an renoviert den Autofahrern zur Verfügung, die vor Ort lieber in die S-Bahn umsteigen möchten.

Jahrelang hatten sich potenzielle Nutzer über den Zustand der Fläche beim Bahnhof geärgert: dunkel, zugewachsen und uneben hatte die Anlage mehr oder weniger im Dornröschenschlaf gedämmert. Ob Parkplätze vorhanden waren, ließ sich meistens nur schwer erkennen, im Dunkeln und vor allem im Winter war der Gang über den Platz unheimlich und auch nicht ungefährlich. Seit dem Frühjahr wurde die in die Jahre gekommene Anlage nun fünf Monate lang nach den Anforderungen des P+R-Entwicklungskonzepts hergerichtet. Die Parkfläche, die früher der Zuständigkeit des Bezirksamts Altona unterstand, wird mittlerweile von der P+R-Betriebsgesellschaft gebührenpflichtig betrieben.

Kosten von 650.000 Euro

Laut Heino Vahldieck, Geschäftsführer der P+R-Betriebsgesellschaft, wurden für die Umgestaltung insgesamt 650.000 Euro aufgewendet. Die Gesamtfläche wurde nicht nur überarbeitet, sondern auch entwässert. Die rund 90 Parkplätze sind jetzt völlig neu angeordnet und durch markierte Fahrgassen zu erreichen. An der Einfahrt der im Dunkeln stark ausgeleuchteten Anlage informiert eine große Anzeigetafel über die Zahl der noch freien Parkplätze.

Der Parkplatz wurde den heutigen Anforderungen entsprechend mit Notrufeinrichtungen, Videoüberwachung und einem Parkleitsystem ausgestattet. Eine kleine „Baustelle“, die aber noch behoben wird: Da die Stromversorgung für die Beleuchtung noch nicht abschließend eingerichtet werden konnte, schien zunächst eine Verzögerung bei der Nutzung zu drohen. Um das zu verhindern, wird der benötigte Strom noch bis Ende September provisorisch von außen über eine sogenannte Kabelbrücke herangeführt, wie Heino Vahldieck mitteilt.

Attraktive Alternative

Vahldieck: „Der Parkplatz, der im Jahr 2009 vom ADAC als der mit Abstand schlechteste in Hamburg und Umgebung getestet worden war, bietet damit für Pendler aus dem Westen eine attraktive Alternative zur Autofahrt in die Innenstadt.“

In den vergangenen Jahren waren im Hamburger Westen bereits die Parkplätze an den S-Bahnhöfen Bahrenfeld und Klein Flottbek gebührenpflichtig geworden. In der Folgezeit hatten Bürgervereine und Bezirkspolitiker immer wieder kritisiert, dass sich der „Parkdruck“ in den benachbarten Nebenstraßen nach der Umstellung erheblich erhöht habe, weil potenzielle Nutzer die Parkgebühr sparen wollten und „nebenan“ parkten.