Busunfälle

Wendesperren sollen Sicherheit am Brennpunkt Dammtor erhöhen

Bei einem Busunfall Ende August vor dem Dammtorbahnhof waren 19 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Bei einem Busunfall Ende August vor dem Dammtorbahnhof waren 19 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Foto: Michael Arning / HA

Die Eimsbütteler SPD fordert den Ausbau von Trennelementen, um schwere Unfälle mit Linienbussen zu verringern.

Hamburg. Wendemanöver von Autofahrern auf der vielbefahrenen Strecke Edmund-Siemers-Allee/Dammtor sind gerade für Fahrgäste von Linienbussen eine Gefahr. Weil es immer wieder zu schweren Unfällen kommt, zuletzt Ende August im Bereich Dammtor, setzt sich die Eimsbütteler SPD für die Installierung weiterer sogenannter Wendesperren ein. Diese Sperrelemente sollen verhindern, dass Autofahrer verkehrswidrig auf der Fahrbahn wenden – sie tun das häufig aus reiner Bequemlichkeit, um Umwege zu vermeiden.

Die Metrobuslinien 4 und 5 zählen zu den meistgenutzten Buslinien Deutschlands. „Dabei ist insbesondere der Abschnitt zwischen Innenstadt und Bezirksamt Eimsbüttel vielgenutzt“, heißt es in einer Anfrage der SPD-Fraktion. Die Politiker wollten unter anderem wissen, ob die Anbringung von Sperrelementen zwischen den Haltestellen Universität/Staatsbibliothek und Bezirksamt Eimsbüttel sowie am Grindelberg zu einer Reduzierung von Unfällen geführt hat.

Aus der Antwort auf die Anfrage geht unter anderem hervor, dass die Trennelemente, die 2012 angebracht worden sind, zu einer Abnahme von Unfällen geführt hat. „Die Anbringung der baulichen Trennelemente in der Grindelberg erfolgte im Jahr 2012. Eine Vorher- nachher-Betrachtung ergab in einem Dreijahreszeitraum eine Reduktion bei Wendeunfällen von 27 auf 7“, schreibt die zuständige Innenbehörde. Es sei insgesamt eine deutliche Verringerung der diesbezüglichen Unfallzahlen festzustellen.

Busunfall hatte für zwei Fahrgäste böse Folgen

Kommt es zu einem Unfall mit einem HVV-Bus, können die Folgen gravierend sein. Denn die Fahrgäste dürfen im Bus stehen und stürzen schnell. So hat sich ein Fahrgast beim letzten schweren Unfall Ende August im Bereich Dammtor, als ein Gelenkbus der Linie 5 eine Notbremsung machen musste, so schwer am linken Ringfinger verletzt, dass dieser wohl steif bleiben wird, eine Frau hatte sich beim Sturz die Rippen gebrochen.

Dieser Unfall war der dritte schwere Busunfall mit Verletzten im Bereich Dammtorbahnhof. 19 Fahrgäste wurden damals verletzt. Verursacher war ein Mercedes-Fahrer, der trotz Verbots auf dem Theodor-Heuss-Platz/Ecke Rothenbaumchaussee wendete.

Koorosh Armi, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender: „Wendesperren erhöhen die Sicherheit der Fahrgäste. Daher haben wir uns seit vielen Jahren – auch gegen Widerstände – für ihren Einbau starkgemacht. Auch dort, wo es keine Sperrelemente gibt, werden wir weiter beharrlich für eine sichere Lösung arbeiten. Denn es darf nicht sein, dass unachtsame Autofahrer viele Menschen in Gefahr bringen.“