Rotherbaum

250 Teilnehmer bei umstrittener Lehrer- und Schülerdemo

Schüler einer Inklusions-Klasse (Symbolbild)

Schüler einer Inklusions-Klasse (Symbolbild)

Foto: Jonas Güttler / dpa

Lehrer, Eltern und Schüler waren aufgerufen, „ihre Erfahrungen und Forderungen zum Thema Inklusion auf die Straße zu bringen“.

Hamburg. Der Veranstalter hatte 1000 Teilnehmer erwartet, nach Angaben der Polizei kamen aber nur 250. Die Lehrergewerkschaft GEW hatte am Dienstagnachmittag Lehrer, Eltern und Schüler aufgerufen, „ihre Erfahrungen und Forderungen zum Thema Inklusion auf die Straße zu bringen“.

Zunächst hatte die GEW einen Aktionstag geplant. Nachdem die Schulbehörde den Lehrern die Teilnahme verboten und den Schulleitungen untersagt hatte, den Projekttag zu genehmigen, sagte die GEW ihn ab. „Wir wollen die Kollegen nicht in arbeits- und dienstrechtliche Auseinandersetzungen bringen“, hieß es. Dennoch sei das Verbot ein „nicht hinnehmbarer Eingriff in die Selbstverwaltung der Schulen“. Die Behörde wies die Kritik zurück, dass Kundgebungen nicht in der Schulzeit durchgeführt werden müssten, zeige die GEW mit ihrer Nachmittagsaktion selbst. Nur: Für die Teilnehmer ist Protest um diese Uhrzeit offenbar unattraktiv.