Lokstedt

Wohnungen und grüne Dächer: Alte Mülldeponie aufgehübscht

Süderfeldpark: An der Süderfeldstraße in Lokstedt sollen 395 Wohnungen entstehen

Süderfeldpark: An der Süderfeldstraße in Lokstedt sollen 395 Wohnungen entstehen

Foto: Metropolgrund/Henrik Diemann Architekten

Baustart für den Süderfeldpark zwischen Eppendorf und Lokstedt. Jede dritte der 395 Wohnungen wird öffentlich gefördert.

Lokstedt. Drei Jahre wurde aufwendig entgast, jetzt wird drei Jahre gebaut: Eine der begehrtesten und letzten großen bebaubaren Flächen im Bereich Eppendorf und Lokstedt wird endlich für Wohnungen und Grünflächen genutzt. Auf dem künftigen Süderfeldpark zwischen UKE, Süderfeldstraße und Lokstedter Steindamm wachsen ab sofort 395 Wohnungen, ein Park, eine Kita und damit ein Stadtteil im Stadtteil. Hier existierte zwischen 1935 und 1976 eine Deponie für Hausmüll und dann ein Bau- und Gewerbehof, der schon lange nicht mehr genutzt wurde. Aus diesem Schandfleck inmitten einer begehrten Wohnlage soll nun ein Schmuckstück mit kompletter Dachbegrünung werden.

Das versprechen die Macher, die J.H. Gustav Burmeister GmbH & Co. KG, die ZBI Zentral Boden Immobilien AG und die wph Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg GmbH als Bauherren sowie der Projektentwickler Metropol Grund.

Öko-Konzept mit Blockheizkraftwerk und Carsharing

Das gesamte Gelände ist knapp zehn Fußballfelder groß. Unter den 395 Wohneinheiten sollen 16 Reihenhäuser sein, einige Eigentumswohnungen, ansonsten Mietwohnungen. Jede dritte Wohnung wird öffentlich gefördert – auch, damit der Bewohner-Mix im Stadtteil bestehen bleibt. Für diese Wohnungen wird die Nettokaltmiete vermutlich bei 6,20 Euro pro Quadratmeter beginnen.

Neben den grünen Dächern soll eine Fahrradstation, eine für Carsharing sowie der Öko-Standard KfW 55 umweltbewusstes Bauen und Leben demonstrieren. Dazu gehört auch das Blockheizkraftwerk, das mit einer Kraft-Wärme-Kopplung arbeitet. Es soll den Wohnraum und das Duschwasser wärmen und gleichzeitig Strom erzeugen.

Die vor allem während der Bauphase prekäre Verkehrssituation um UKE-Nordseite, Gymnasium Corveystraße und Süderfeldstraße soll mit Projektfertigstellung entspannt werden. Durch das neue Viertel führt eine "Bügelstraße", eine Tiefgarage ist ebenfalls vorgesehen.

Gegen das Projekt hatte es Bewohner-Einwände gegeben. Doch der anfängliche Protest ist offenbar durch die aufwendige Planung, die Beteiligung und die Sanierung des kontaminierten Bodens befriedet worden. Der geplante Park soll allen Lokstedtern und Eppendorfern zugänglich sein.

Henrik Diemann, Architekt und Geschäftsführer von Metropol Grund sagte: "Wir freuen uns sehr, dass wir nun endlich bauen dürfen. Es war ein schwieriger Weg von der ersten Idee bis zum Spatenstich. Wir sind überzeugt, dass der Süderfeld Park eine große Bereicherung für den Stadtteil Lokstedt sein wird."

Süderfeldpark: Das Projekt im Internet