Eidelstedt

Immer noch chaotische Zustände im Flüchtlingsnotquartier

Der ehemalige Praktiker Baumarkt am Hörgensweg in Eidelstedt ist jetzt Flüchtlingsunterkunft

Der ehemalige Praktiker Baumarkt am Hörgensweg in Eidelstedt ist jetzt Flüchtlingsunterkunft

Foto: Michael Rauhe

In dem ehemaligen Baumarkt am Hörgensweg gibt es keine Duschen. Flüchtlinge helfen sich mit anderen Mitteln.

Hamburg. Auch fünf Tage nach dem Einzug der ersten Flüchtlinge in eine Notunterkunft in einem ehemaligen Baumarkt in Eidelstedt herrschen dort chaotische Zustände. Ehrenamtliche Helfer berichten unter anderem, dass es in dem Gebäude bislang keine Duschen gibt. „Der Umstand ist bekannt. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Versorgungssituation zu verbessern“, sagte Rembert Vaerst, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft „Fördern & Wohnen“, dem Abendblatt.

Bewohner der Unterkunft waschen sich mit Wasser aus Flaschen vor der Tür die Hände, berichten Augenzeugen. In der Halle am Hörgensweg sollen nach offiziellen Angaben 850 Menschen unterkommen. Das Gebäude ist inzwischen voll belegt.

Wie es aus der Ausländerbehörde hieß, sollen nun noch am Freitag zehn Duschen und ein Sanitärcontainer am Hörgensweg installiert werden. Den Bewohnern stünden 30 Dixi-Toiletten zur Verfügung. „Die sanitäre Versorgung hat sich leider länger hingezogen als geplant, wird nun aber ausreichend geschaffen“, sagte ein Sprecher der Ausländerbehörde.

Am Sonntag hatten sich zunächst Bundeswehrsoldaten und Feuerwehrleute um die Flüchtlinge gekümmert, nachdem "Fördern & Wohnen" kein Personal für den Einzug der ersten Flüchtlinge bereitstellen konnte.

( crh )

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