Rotherbaum

Brandermittler untersuchen Schröderstift nach Großfeuer

Hanna-Lotte Mikuteit
Eine riesige Rauchwolke zog während des Brandes im Schröderstift über die Stadt

Eine riesige Rauchwolke zog während des Brandes im Schröderstift über die Stadt

Foto: Jan Wesenberg

Das Feuer brach in einer Dachwohnung aus, die Ursache ist noch unklar. Auch ein auf Brandbeschleuniger geschulter Hund war im Einsatz.

Hamburg. Nach dem Großbrand im Schröderstift im Hamburger Stadtteil Rotherbaum ist die Brandursache weiter unklar. Am frühen Montagmorgen waren in der denkmalgeschützten Wohnanlage am Schlump ein Feuer ausgebrochen. Inzwischen haben Statiker das Gebäude überprüft, am Dienstagnachmittag waren die Brandermittler des Landeskriminalamts vor Ort. Auch ein auf Brandbeschleuniger geschulter Spürhund war im Einsatz. Die Untersuchungen werden derzeit ausgewertet.

Betroffen von dem Brand ist das Haus 11 des 1852 errichteten Komplexes. Die Dachwohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, zwei weitere Wohnungen und das historische Holztreppenhaus sind zerstört. Vier Wohnungen haben nach dem stundenlangen Feuerwehreinsatz erhebliche Wasserschäden. Sieben Menschen sind jetzt obdachlos, zwei waren zum Unglückszeitpunkt noch im Urlaub. In drei Hausteilen war am Dienstag noch der Strom abgestellt.

„Die betroffenen Bewohner sind bei Bekannten untergekommen“, sagte Robert Merges von der Mieterselbstverwaltung Schröderstift, der die Stadt Hamburg das zum Abriss frei gegebene Gebäude 1981 per Leihvertrag übergeben hatte. Derzeit leben etwa 100 Menschen im Alter zwischen 3 und 72 Jahren in dem Wohnprojekt. „Die Stimmung ist gedrückt“, sagt Merges. Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass die zerstörten Gebäudeteile wieder aufgebaut würden. „Wir sind es gewohnt, das anzupacken, was anliegt“.

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