Bergedorf

Notfall-Treffpunkte an Marschbahndamm und Badeseen?

So könnten die Schilder für die Notfall-Treffpunkte aussehen

So könnten die Schilder für die Notfall-Treffpunkte aussehen

Foto: Feuerwehr Hamburg / HA

Warnschilder sollen Bürgern helfen, dass sie im Notfall die Rettungskräfte zum richtigen Einsatzort alarmieren können.

Bergedorf. Mehr als 180 Notrufsäulen wurden bis 2016 in Hamburg abgebaut – davon 17 im Bezirk Bergedorf wie auch am See Hinterm Horn. Die Nutzung der im Unterhalt teuren Säulen war durch die zunehmende Verbreitung von Mobiltelefonen stark zurückgegangen. Dadurch habe sich aber eine neue Problematik ergeben, stellt die Bergedorfer CDU-Fraktion fest.

Denn bei der Meldung von Notfällen an Polizei oder Feuerwehr komme es nun immer wieder zu Ungenauigkeiten, wo der Standort des hilfesuchenden Anrufers sich befindet. Dadurch würde wichtige Zeit in einem Notfall verstreichen, stellen die Christdemokraten fest und erkennen in sogenannten Notfall-Treffpunkten nun die Lösung.

In Wald- und Moorgebieten gibt es bereits Schilder

In Hamburg wurden bereits mehr als 100 dieser Hinweis-Tafeln in Wald- und Moorgebieten aufgestellt. Sie sind georeferenziert, mit einer eindeutigen und fortlaufenden Kennung versehen und im Einsatzleitsystem der Rettungsleitstellen von Feuerwehr und Polizei hinterlegt. Bei einem Notfall müsse der Erst-Helfer nur den Notruf 112 wählen und die Kennung des Notfall-Treffpunktes mitteilen. Die Rettungskräfte könnten dann über die hinterlegten GPS-Koordinaten und die Anfahrtsbeschreibung zielgenau zum Notfallort gelangen, erläutert die CDU den Vorteil der Notfall-Treffpunkte.

Da solche Tafeln bisher an Badeseen und in Grünanlagen nicht zu finden sind, wollen die Christdemokraten für den Bezirk Bergedorf ein Pilotprojekt auf den Weg bringen und schlagen in einem ersten Schritt Hinweistafeln an den Badeseen, beim Sommerbad Altengamme sowie entlang des Marsch- und Vierländerbahndamms vor. Zustimmung erhalten sie dabei von allen Fraktionen im Regionalausschuss.

Das Bezirksamt soll nun prüfen, an welchen Örtlichkeiten eine entsprechende Beschilderung sinnvoll wäre und wie sie finanziert werden könnte. Die Ergebnisse sollen dem Regionalausschuss im November vorgestellt werden.

( ld )