Bildungsprojekt

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme auf digitalem Weg entdecken

| Lesedauer: 2 Minuten
Lena Diekmann
Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte entwickelt eines neues digitales Bildungsangebot für Gruppen: Ab Sommer 2021 können Schulen und andere Bildungs­institutionen einen digitalen Besuch der Gedenkstätten buchen.

Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte entwickelt eines neues digitales Bildungsangebot für Gruppen: Ab Sommer 2021 können Schulen und andere Bildungs­institutionen einen digitalen Besuch der Gedenkstätten buchen.

Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Durch die coronabedingte Schließung sind die Besucherzahlen enorm eingebrochen. Bald gibt es Bildungsarbeit im virtuellen Raum.

Hamburg. Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte baut ihr digitales Angebot weiter aus, um trotz der coronabedingten Schließung Besuchern einen Zugang zu ermöglichen. Durch die Schließung sei es zu einem enormen Einbruch der Besucherzahlen gekommen, berichtet die Stiftung.

Besonders betroffen war die Bildungsarbeit. Mit dem Projekt „Gedenkstätten digital erkunden“ wird ein neues Angebot für die interaktive Bildungsarbeit im digitalen Raum entwickelt. Dabei wird die Förderung des Bundesprogramms „Neustart Kultur“ genutzt. Ab kommendem Sommer können Schulen und andere Bildungs­institutionen einen digitalen Besuch der Gedenkstätten buchen.

KZ-Gedenkstätte Neuengamme wird digital

In Zusammenarbeit mit einer Filmproduktionsfirma und freien pädagogischen Mitarbeitern werden Filmclips und weitere Inhalte für verschiedene Themen und Zielgruppen erstellt. Die Angebote können nach den Sommerferien als Projekttage von Gruppen gebucht werden. Ein Besuch der Gedenkstätten ist online möglich. Dabei werden sie von einem Guide betreut und können die Clips und Online-Tools nutzen.

Für die Entwicklung und Erprobung der Formate kooperiert die Stiftung neben Institutionen der Erwachsenenbildung mit der Stadtteilschule Kirchwerder, dem Gymnasium Ohmoor und dem Heinrich-Heine-Gymnasium.

Gedenkstätte ist auch auf Social-Medie-Kanälen aktiv

„Mit der Entwicklung des innovativen digitalen Bildungsprojekts schaffen die Gedenkstätten unserer Stiftung die Voraus­setzung für einen Besuch in Zeiten starker Zugangsbeschränkungen.

Digitale Bildungsformate können aber auch langfristig für die Vor- und Nachbereitung eines Gedenkstättenbesuchs genutzt werden. Insbesondere kann das neue Bildungsangebot auch Besuchergruppen über die NS-Verbrechen aufklären, die aufgrund räumlicher Distanz einen Gedenkstättenbesuch nicht wahrnehmen können", sagt Dr. Oliver von Wrochem, Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Auch auf Social-Media-Kanälen ist die Stiftung präsent: In der Videoreihe "#Gegenstandsgeschichten" werden Perspektiven auf das KZ Neuengamme und das Gedenken nach der Befreiung erzählt. In der Reihe "#WhatMovesMeMost" berichten Mitarbeiter der Gedenkstätte, welcher Ort, Gegenstand oder Moment sie besonders berührt.