Hamburg. Galab möchte Solaranlage installieren, darf es aber nicht. Grund ist der Flussregenpfeifer, der seit Jahren nicht mehr gesehen wurde.

Es sind trostlose Flächen ganz ohne Vegetation, die im Forschungs- und Innovationspark am Schleusengraben ausgerechnet dem Natur- und Artenschutz dienen sollen: Sämtliche Dächer sind hier mit einer dicken Schicht Kieselsteinen bedeckt – eine Vorgabe des gut zehn Jahre alten Bebauungsplans, um dem extrem seltenen Flussregenpfeifer ein Brutrevier zu bieten. Doch die beiden einst im Sommer einfliegenden Pärchen sind nie wieder gesichtet worden, sagt Dr. Jürgen Kuballa, geschäftsführender Gesellschafter des 2014 hier errichteten Lebensmittellabors Galab: „Vielleicht ist es ihnen doch zu trostlos.“