Klimaschutz

Bekommt Bergedorf ein „Technisches Rathaus“?

| Lesedauer: 2 Minuten
Christina Rückert
Hier am Kampweg/Schleusengraben (hinten im Bild) ist derzeit noch der Recyclinghof. Könnte das Baudezernat dort hinziehen? Das soll nun durch ein externes Büro geprüft werden.

Hier am Kampweg/Schleusengraben (hinten im Bild) ist derzeit noch der Recyclinghof. Könnte das Baudezernat dort hinziehen? Das soll nun durch ein externes Büro geprüft werden.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Gutachter prüft einen möglichen Neubau am Kampweg. Einzelne Ämter sollen gebündelt werden, um Kosten und Energie zu sparen.

Hamburg. Manch ein Bergedorfer käme wohl ins Grübeln, würde er gefragt, wo welches Amt im Bezirk Bergedorf ganz genau seinen Sitz hat. Denn neben dem prägnanten Rathaus an der Wentorfer Straße 38 – samt Zentrum für Wirtschaft und Bauen (WBZ) nebenan –, ist allenfalls das Kundenzentrum im CCB bekannt. Doch der Bezirk ist auf weit mehr Standorte verteilt, etwa durch das Gesundheitsamt am Herzog-Carl-Friedrich-Platz und das Verbraucherschutzamt an der Alten Holstenstraße.

Nun gibt es Überlegungen, die Standorte neu zu ordnen – auf nur noch drei Gebäude. Dafür könnte, als dritter Standort neben Rathaus und CCB ein Neubau entstehen. Platz wäre am Kampweg, da der dort ansässige Recyclinghof an die Randersweide umziehen wird.

Klimaschutz: Viele Standorte bedeuten hohe Miet- und Energiekosten

Ein externer Gutachter soll die Idee jetzt prüfen. 40.000 Euro hat die Senatskommission dafür zur Verfügung gestellt. Handfeste Gründe sprechen für eine Bündelung der bezirklichen Ämter, weiß Dr. Sebastian Kloth, scheidender Leiter der hiesigen Stabsstelle für Klimaschutz: „Viele Standorte bedeuten auch hohe Miet- und Energiekosten“, stellt er fest.

Hinzu kommen lange Fahrtwege für die Mitarbeiter zwischen den Dienststellen. So könne ein Neubau, der zudem energetisch auf dem neuesten Stand ist, für deutliche Kosten- und Energieeinsparungen sorgen.

Neues Gebäude für das Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt

Überschrieben ist die Idee mit dem Namen „Technisches Rathaus“. Denn das dritte Gebäude neben Rathaus und Kundenzentrum würde am Kampweg wohl das Dezernat für Wirtschaft, Bauen und Umwelt beherbergen. Dort hat derzeit bereits das Fachamt „Management des Öffentlichen Raums“ seinen Sitz.

Es gehört fachlich zu dem Baudezernat, das wiederum noch auf mehrere Standorte wie das WBZ am Rathaus verteilt ist. Würden alle Fachämter des Baudezernats hier am Kampweg in einem „Technischen Rathaus“ zusammengeführt, wäre das jetzige WBZ-Gebäude frei. Dort könnten dann andere über den Bezirk verstreute Ämter untergebracht werden.

Prüfung soll Ende dieses Jahres abgeschlossen sein

Doch ob ein „Technisches Rathaus“ wirtschaftlich ist und wirklich Einsparungen bringt, müsse erst geprüft werden, betont Dr. Sebastian Kloth: „Die Idee steht noch ganz am Anfang.“ Die Prüfung werde wohl 2022 abgeschlossen.

Unterdessen wird auch an den Bestandsgebäuden weiter in den Klimaschutz investiert: Demnächst prüfen Statiker, ob und in welcher Größe auf das Dach des WBZ am Rathaus eine Fotovoltaikanlage gebaut werden kann. 41.000 Euro stehen dafür bereits seit 2021 aus Klimamitteln zur Verfügung.

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