Öffentlichkeitsarbeit

Bergedorfs Internet-Auftritt bleibt so, wie er ist

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Jan Schubert
Bergedorfs Grünen-Fraktionschefin Frauke Rüssau lobt den Auftritt auf hamburg.de.

Bergedorfs Grünen-Fraktionschefin Frauke Rüssau lobt den Auftritt auf hamburg.de.

Foto: Parteien / Ulf-Peter Busse

Der Wunsch der CDU nach einer besseren Homepage und personellen Verstärkung der Presseabteilung wurde von der Koalition abgelehnt.

Hamburg. Wenig informativ, wenig aktuell, wenig reizvoll: Was den Online-Auftritt auf www.hamburg.de/bergedorf anbelangt, sehen einige in der Lokalpolitik Optimierungsbedarf. Die CDU wünscht sich mehr Infos und Mehrwert der Homepage und auch wieder eine personell verstärkte Pressearbeit aus dem Bergedorfer Rathaus – doch der Wunsch der Christdemokraten ging in der Online-Bezirksversammlung nicht in Erfüllung.

Es klingt bedeutungsschwanger, was Jörg Froh formuliert: „Es gab eine Zeit, da war der Bezirk bei der Öffentlichkeitsarbeit auch gut aufgestellt“, sagt der Unions-Mann aus Allermöhe. Er meint damit die jüngere Vergangenheit, in der das Bezirksamt mit Chef-Pressesprechern wie Dr. Andreas Aholt und danach mit Dr. Sebastian Kloth sowie mit Kloths Stellvertreterin Lena Stich – sollte sich auch um soziale Medien kümmern – daherkam.

„Der Bezirksamtsleiter hat die Öffentlichkeitsarbeit ausbluten lassen“

Das hat sich verschoben: Kloth ist jetzt Klimaschutzmanager des Bezirks, Stich Sprecherin der Bergedorfer Museumslandschaft. Presseanfragen decke nun der Ausschussdienst mit ab. Und es klingt vorwurfsvoll, wenn Froh in diesem Zusammenhang urteilt: „Ohne entsprechende Presseabteilung kann der Bezirk keine Pressearbeit leisten. Der Bezirksamtsleiter hat die Öffentlichkeitsarbeit ausbluten lassen.“ Wie es vorbildlich funktionieren könne, sei zuletzt bei der Plandiskussion zu Oberbillwerder erlebbar gewesen.

Doch was die CDU wahrnimmt, kann die Gegenseite nicht nachvollziehen. Die Erwiderungsrede auf die Verwaltungsschelte kam von Bergedorfs Grünen-Fraktionschefin Frauke Rüssau. Sie lobt den Bergedorf-Auftritt auf hamburg.de.

Frauke Rüssau mahnt die hohe Personalbindung an

Dort habe sie just viel Neues und Detailliertes zum Energetischen Quartierskonzept von Bergedorf-West sowie zum Neubau der A25/B5-Ortsumgehung Geesthacht nachlesen können. Rüssau mahnt die hohe Personalbindung bei der Bespielung von Online-Kanälen an, was durch die eher geringe Reichweitenerzielung nicht zu rechtfertigen sei: ,,Das ist für uns nicht zu vertreten.“

Aber: Die Neuigkeit zur Ortsumgehung wurde am 19. April vom Land Schleswig-Holstein freigegeben, die zum Quartierskonzept vom Bezirksamt Bergedorf am 22. April. „Diese beiden Themen wurden erst nach unserem Antrag eingestellt“, entgegnet Jörg Froh, der aber letztlich eine Niederlage einstecken muss: Mit den Stimmen der Bergedorfer Koalition wurde der Aktualisierungswunsch zur Homepage abgelehnt (8:7 Stimmen).

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