Stadtteil-Profile

Fast jeder vierte Lohbrügger ist über 65 Jahre alt

In Lohbrügge sind 9305 von insgesamt 40.327 Einwohnern mindestens 65 Jahre alt.

In Lohbrügge sind 9305 von insgesamt 40.327 Einwohnern mindestens 65 Jahre alt.

Foto: Uwe Anspach / dpa-tmn

In welchen Stadtteilen leben die ältesten, und wo die jüngsten Bergedorfer? Statistikamt Nord hat Stadtteil-Profile veröffentlicht.

Hamburg.  Die Stadtteile Reitbrook und Lohbrügge sind die bevölkerungsmäßig ältesten Stadtteile im Bezirk Bergedorf. In Reitbrook ist mit 25,3 Prozent mehr als jeder vierte der 506 Einwohner 65 Jahre oder älter. In Lohbrügge sind 9305 von insgesamt 40.327 Einwohnern mindestens 65 Jahre alt, was einem Prozentsatz von 23,1 entspricht. Umgekehrt liegt der Anteil der unter 18-Jährigen in Reitbrook bei 12,8 Prozent.

Nach 14,3 Prozent in Spadenland folgt hier Lohbrügge mit 15,6 Prozent an dritter Stelle. Das geht aus den Hamburger Stadtteil-Profilen für das Jahr 2019 hervor, die das Statistikamt Nord veröffentlicht hat. Im Stadtteil Bergedorf sind 20,3 Prozent, also etwa einer von fünf Einwohnern, 65 Jahre oder älter. Unter 18 Jahren sind 17,6 Prozent der insgesamt 35.796 Bewohner.

Jüngste Stadtteile im Bezirk sind Billwerder und Neuallermöhe

Insgesamt sind von den 130.260 Einwohnern in Bezirk Bergedorf 23.901 Personen unter 18 Jahren, was einem Anteil von 18,3 Prozent entspricht. Hamburgweit sind 16,5 Prozent der 1.899.160 Einwohner nicht volljährig. 24.341 Senioren ab 65 Jahren wohnen in Bezirk – das sind 18,7 Prozent gegenüber 18,0 Prozent in der gesamten Hansestadt. Die jüngsten Stadtteile im Bezirk sind Billwerder mit 27,5 Prozent unter 18-jährigen Einwohnern und 9,1 Prozent ab 65 Jahren, außerdem Neuallermöhe mit 22,9 Prozent Minderjährigen und 9,8 Prozent Senioren.

Dabei dürfte der hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen in Billwerder der hamburgweit größten Flüchtlingsunterkunft am Gleisdreieck geschuldet sein, deren Wohnungen jetzt sukzessive auch an herkömmliche Mieter vergeben werden.

1114 Personen zogen vergangenes Jahr aus Billwerder fort

Ebenfalls mit dem Quartier Gleisdreieck ist daher auch die hohe Fluktuation im Stadtteil Billwerder zu erklären. 1114 Personen zogen im Jahr 2019 aus Billwerder fort, 538 zogen zu, was einen statistischen „Wanderungssaldo“ von minus 576 ergibt. Gleichwohl ist der Bezirk Bergedorf im vergangenen Jahr um genau 888 Einwohner gewachsen, was für die Beliebtheit der Wohnregion bei Hamburgern und Auswärtigen spricht: Der Wanderungssaldo liegt trotz des negativen Extremwerts in Billwerder im Bezirk bei plus 674. Den 9473 Zuzügen stehen 8799 Fortzüge gegenüber. Der restliche Bevölkerungszuwachs um 214 Bürger ergab sich aus der Differenz von 1353 Geburten zu 1139 Sterbefällen.

Neben Billwerder haben Neuallermöhe mit minus 228, Neuengamme mit minus 32 und Moorfleet mit minus 16 negative Wanderungssalden. Alle anderen Stadtteile im Bezirk verbuchen mehr Zuzüge als Fortzüge.

Bergedorf bleibt der am dünnsten besiedelte Bezirk in Hamburg

Den höchsten Zuwachs durch Umzüge mit plus 689 hatte Lohbrügge. Prozentual liegt Ochsenwerder vorn, wo 112 mehr Zuzüge als Fortzüge gezählt wurden. Das entspricht einem Anteil von etwa 3,8 Prozent an den 2.912 Einwohnern in Ochsenwerder.

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Mit 842 Einwohnern pro Quadratkilometer blieb Bergedorf im vergangenen Jahr mit Abstand der am dünnsten besiedelte Bezirk der Hansestadt, die im Schnitt 2515 Einwohner pro Quadratkilometer beherbergt. Die höchste Bevölkerungsdichte im Bezirk hat Neuallermöhe mit 5585 Einwohnern je Quadratkilometer, gefolgt von Bergedorf mit 3456. Am meisten Platz haben die Reitbrooker, wo sich 73 Leute den Quadratkilometer teilen.

Hier gibt es noch Bauland unter 300 Euro für den Quadratmeter

Baugrundstücke sind im Bezirk stellenweise noch unter 300 Euro pro Quadratmeter zu haben, nämlich in Altengamme, in Ochsenwerder, in Reitbrook, in Allermöhe, in Billwerder, in Moorfleet , in Spadenland und Tatenberg. Am günstigsten liegt hier Moorfleet mit 275 Euro für den Quadratmeter Bauland .