Statistik

Hamburger Stadtteile: Die Top 5 bei Wohnungen, Kindern, Pkw

Hamburg von oben – die Stadtteilprofile 2019 verraten viel über Wohnungen für Familien, Reiche, Studenten, über Kinder, Autos und Bedürftige.

Hamburg von oben – die Stadtteilprofile 2019 verraten viel über Wohnungen für Familien, Reiche, Studenten, über Kinder, Autos und Bedürftige.

Foto: Andreas Laible

Die Stadtteilprofile zeigen, wo die Wohnungen am größten sind, die meisten Kinder wohnen und Autos fahren. Weitere spannende Zahlen.

Hamburg. Viele Zahlen rund um Hamburg sind den meisten bekannt: Sie ist die zweitgrößte Stadt Deutschlands, hat 1,89 Millionen Einwohner, die in sieben Bezirken mit 104 Stadtteilen leben. Doch wo wohnen die jüngsten und wo die ältesten Hanseaten? Wo sind die Wohnungen besonders groß und wo besonders klein? Wo ist die Auto-Dichte besonders hoch und wo stehen die wenigesten Wagen vor der Tür?

65 verschiedene Fragen rund um Hamburg und seine Einwohner beantworten die Hamburger Stadtteilprofile, die das Statistikamt Nord am Donnerstag herausgegeben hat. Umfassende Tabellen mit Tausenden Zahlen und ein interaktiver Atlas zeigen, wie sich Hamburg im vergangenen Jahr entwickelt hat.

Die meisten Hamburger leben in Rahlstedt. Mit seinen fast 92.000 Einwohnern könnte der Stadtteil im Osten Hamburgs rein zahlenmäßig fast als Großstadt durchgehen. Auch in Billstedt (70.000 Einwohner) und Eimsbüttel (58.000) haben viele Hamburger ihren Wohnsitz.

Die am dünnsten besiedelten Stadtteile befinden sich südlich der Elbe. In Moorburg und Altenwerder leben weniger als 50 Personen auf einem Quadratkilometer. Gedrängelt wird hingegen in Hoheluft-West, wo es 18.500 Menschen sind.

Hamburger Stadtteile mit vielen Familien

Hamburg hat sich auf die Fahnen geschrieben, besonders kinder- und familienfreundlich zu sein. Vorwiegend leben Familien mit Kindern in Hamburg am Stadtrand. In Billweder gibt es in mehr als jedem dritten Haushalt Kinder, aber nur in rund jedem zehnten Haushalt in Barmbek-Nord oder St. Georg.

Top 5: Hier leben die meisten Haushalte mit Kindern

  1. Billwerder: 36,6 Prozent
  2. Neuallermöhe: 32,5
  3. Duvenstedt: 28
  4. Wohldorf-Ohlstedt: 26,6
  5. Lemsahl-Mellingstedt: 26,5

Top 5: Hier leben die wenigsten Haushalte mit Kindern

  1. Kleiner Grasbrook/Steinwerder: 4,1 Prozent
  2. Billbrook: 6,7
  3. Borgfelde: 9,4
  4. St. Georg: 10,2
  5. Hammerbrook: und Barmbek-Nord: jeweils 10,3

Wie groß die Wohnungen der Hamburger sind, variiert ebenfalls sehr stark. In Dulsberg sind die Wohnungen im Durchschnitt rund 53 Quadratmeter groß, in Wohldorf-Ohlstedt haben die Menschen dagegen sehr viel Platz – dort beträgt die Wohnfläche durchschnittlich über 140 Quadratmeter. Der hamburgweite Durchschnitt liegt bei 76 Quadratmetern.

Top 5: Stadtteile mit den größten Wohnungen

  1. Wohldorf-Ohlstedt: 144 Quadratmeter
  2. Lemsahl-Mellingstedt: 131
  3. Nienstedten: 125
  4. Reitbrook: 120
  5. Wellingsbüttel: 120

Top 5: Stadtteile mit den kleinsten Wohnungen

  1. Kleiner Grasbrook/Steinwerder: 51 Quadratmeter
  2. Dulsberg: 53
  3. Borgfelde: 56
  4. Barmbek-Nord: 57
  5. Hammerbrook: 57

Eigenes Auto oder öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und Car-Sharing? Diese Frage wird je nach Stadtteil unterschiedlich von den Bewohnern beantwortet. Die höchste Pkw-Dichte ist in Reitbrook zu finden mit 585,5 Wagen je 1000 Einwohnern. Auch in anderen Stadtteilen, die einen eher längeren Weg etwa in die Innenstadt haben oder schlechte Bus- und Bahnanbindungen, besitzt mehr als jeder zweite Bewohner einen Wagen.

Top 5: Die höchste Pkw-Dichte je 1000 Einwohner

  1. Reitbrook: 586
  2. Spadenland: 584
  3. Tatenberg: 576
  4. Lemsahl-Mellingstedt:574
  5. Ochsenwerder: 572

Ein Drittel aller privaten und gewerblichen Elektroautos sind übrigens im Bezirk Hamburg-Mitte gemeldet. Im Stadtteil Neustadt sind es 270 Fahrzeuge mit Elektroantrieb, in Hammerbrook 122 und in Bramfeld 95.

Top 5: Die niedrigste Pkw-Dichte je 1000 Einwohner

  1. Kleiner Grasbrook/Steinwerder: 105
  2. Hammerbrook: 134
  3. Billbrook: 148
  4. Billwerder: 160
  5. Veddel: 169

In einigen Hamburger Stadtteilen ist der Anteil der Rentner besonders hoch, in anderen Stadtteilen auffällig niedrig. In Poppenbüttel ist etwa ein Drittel der Bewohner älter als 64 Jahre, in Hammerbrook sind es demgegenüber weniger als vier Prozent. Den höchsten Anteil der unter 18-Jährigen verzeichnen jeweils mit rund 30 Prozent Billbrook und Billwerder. Zum Vergleich: In St. Georg sind nur 10 Prozent der Einwohner minderjährig.

Top 5: Höchster Anteil der 65-Jährigen und Älteren

  1. Poppenbüttel: 32 Prozent
  2. Rissen: 29
  3. Wellingsbüttel: 28
  4. Marmstorf: 28
  5. Blankenese: 28

Top 5: Höchster Anteil der unter 18-Jährigen

  1. Billbrook: 32 Prozent
  2. Billwerder: 30
  3. Sinstorf: 24
  4. Neuallermöhe: 23
  5. Neuland/Gut Moor: 23

Auch finanziell sind die älteren Hamburger je nach Stadtteil unterschiedlich gestellt. In St. Pauli bezieht mehr als ein Viertel der 65-Jährigen und Älteren Grundsicherung im Alter, in den Walddörfern sind es nur ein Prozent. In Tatenberg, Spadenland und Reitbrook gibt es keinen über 65-Jährigen, der auf Grundsicherung angewiesen ist.

Top 5: Höchster Anteil der 65-Jährigen und Älteren mit Grundsicherung

  1. Kleiner Grasbrook/Steinwerder: 32 Prozent
  2. Hammerbrook: 27
  3. St. Pauli: 26
  4. Billbrook: 26
  5. Billwerder: 25

Insgesamt verzeichnete Hamburg im vergangenen laut Statistikamt 21.126 Geburten, die meisten im Bezirk Wandsbek. 18.168 Menschen starben in Hamburg, die meisten in Rahlstedt und Billstedt.

Top 5: Stadtteile mit den meisten Geburten

  1. Rahlstedt: 935 Geburten
  2. Billstedt: 814
  3. Eimsbüttel: 749
  4. Wilhelmsburg: 743
  5. Winterhude: 715

Top 5: Stadtteile mit den meisten Sterbefällen

  1. Rahlstedt: 1041 Sterbefälle
  2. Billstedt: 649
  3. Bramfeld: 602
  4. Poppenbüttel: 537
  5. Langenhorn: 514