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Preiserhöhung für Bus und Bahn geplant? Das sagt die Behörde

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HVV: Eine Preissteigerung bei Bus und Bahn ist in Hamburg nicht ausgeschlossen (Archivbild).

HVV: Eine Preissteigerung bei Bus und Bahn ist in Hamburg nicht ausgeschlossen (Archivbild).

Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen

Verkehrsbehörde würde Anschlusslösung für 9-Euro-Ticket begrüßen. Doch kommt es zu keiner Einigung, wären "viele Szenarien denkbar“.

Hamburg. Kommt sie nun oder nicht? Auch nach den Beratungen von Bund und Ländern am vergangenen Dienstag bleibt die Frage nach einer Nachfolge für das 9-Euro-Ticket unbeantwortet. Grund hierfür ist die fehlende Einigkeit bei der Finanzierung. Sollte diese gänzlich ausbleiben, könnten Kundinnen und Kunden des HVV jedoch Preissteigerungen erwarten.

Es ist bereits über einen Monat her, dass das Angebot über das 9-Euro-Ticket ausgelaufen ist. Rund 3,5 Millionen Hamburgerinnen und Hamburger hatten es über die Monate Juni, Juli und August in Anspruch genommen und davon profitiert. Doch wie soll es nun weitergehen?

HVV – Verkehrsbehörde arbeitet am Thema Nahverkehrsticket

Noch am Dienstag wies der Bund die Forderungen der Länder nach mehr Geld für den Nahverkehr zurück. Die Ampel-Koalition hatte sich bereit erklärt, den Ländern für ein bundesweites Nahverkehrsticket jährlich 1,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen, wenn die Länder mindestens den gleichen Betrag zur Verfügung stellen.

Da die Hamburger Verkehrsbehörde aber anscheinend nicht tatenlos herumsitzen will, arbeite sie nun mit einer Arbeitsgruppe an der Thematik „mit dem Ziel einer Einigung“, sagte Behördensprecher Dennis Heinert.

HVV: Werden Bus und Bahn teurer? "Viele Szenarien denkbar“

Zwar begrüße die Behörde eine Anschlusslösung für das Ticket und sehe auch eine „deutliche (finanzielle) Entlastung“ sowie eine „nachhaltige Unterstützung der Mobilitätswende“, sollte es zu einer Einigung auf die stark diskutierten 49 Euro kommen. „Nichtsdestotrotz müssen sich der HVV und die beteiligten Verkehrsunternehmen (aber) auch auf den Fall vorbereiten, dass es hier nicht zu einer Einigung kommt.“ Für diesen Fall liefen aktuell behördenübergreifende Abstimmungen. Dabei seien „viele Szenarien denkbar“, so Heinert.

Die Frage nach einer konkreten Preiserhöhung ließ die Behörde zwar offen, verwies aber auf die zuletzt angewandte Praxis, die Tickets des HVV um die durchschnittliche Inflationsrate der letzten fünf Jahre anzuheben. Dies würde zwar eine Erhöhung der Tickets bedeuten, jedoch die aktuell stark angestiegene Inflationsrate in den Preiserhöhungen nicht abbilden. Viele Verkehrsverbünde hätten ihre Preise allerdings bereits wegen steigenden Energiepreisen und Personalkosten um drei Prozent und mehr angehoben.

( mhs )

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