Hamburg. Katja Kaiser fährt jede Woche durch den Bezirk und hört sich die Sorgen anderer Menschen an. Über das besondere Projekt.

Von Weitem wirkt die Szene so ähnlich wie ein Schnack unter Campingurlaubern: Zwei Menschen sitzen auf zwei Stühlen vor einem Bus mit geöffneter Seitentür und unterhalten sich. Der Mann spricht viel, die Frau eher wenig. Die Frau ist Katja Kaiser, die mit ihrem Streitmobil in Altona unterwegs ist und regelmäßig an den immer selben Standorten stoppt. Wer will, kann sich dann zu ihr setzen und seine Sorgen loswerden. An diesem Mittwoch steht der Wagen mit dem unübersehbaren Schriftzug („Zuhören und sich verstehen“) auf einem Parkplatz neben dem gut besuchten Flottbeker Wochenmarkt.