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Dokumentarfilm: Jung und von Matt – die Unzufriedenen

| Lesedauer: 12 Minuten
„30 Jahre unzufrieden“ heißt die Dokumentation über die beiden Werber Holger Jung (l.) und Jean-Remy von Matt, die im Netz kostenlos zu sehen ist.

„30 Jahre unzufrieden“ heißt die Dokumentation über die beiden Werber Holger Jung (l.) und Jean-Remy von Matt, die im Netz kostenlos zu sehen ist.

Foto: OMR

Hamburg persönlich – die Kolumne mit Namen und Nachrichten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Gastronomie.

Hamburg. Bevor Holger Jung und ­Jean-Remy von Matt vor drei Jahrzehnten beschlossen, eine Werbeagentur zu gründen, fuhren sie gemeinsam an die Ostsee. Eigentlich sollte es nach Rügen gehen, doch die Autobahnen waren so voll, dass die beiden Hamburger kurzentschlossen Richtung Fehmarn abbogen. Dort verbrachten sie ein Wochenende und beantworteten unabhängig voneinander 40 Fragen, um festzustellen, ob sie als Menschen und Unternehmer wirklich zusammenpassen. Was danach kam, ist ein Stück deutsche Werbegeschichte, die Legende von Jung von Matt.

Die wird jetzt in dem Dokumentarfilm „30 Jahre unzufrieden – Die Jung von Matt Story“ erzählt. Gedreht hat ihn OMR-Macher Philipp Westermeyer, es ist seine zweite Dokumentation, in der ersten war der ehemalige Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff Hauptdarsteller.

Die Geschichte von Jung von Matt wird anders erzählt, es dreht sich einiges, aber bei Weitem nicht alles um die Gründer, sondern vor allem um die Frage, wie man Kreativität über so viele Jahre lebendig hält. Zu Wort kommen auch Konkurrenten wie Reinhard Springer, ehemalige und aktuelle Kunden wie Kai Diekmann („Bild“) und Erich Sixt und der neue JvM-Chef Peter Figge, den Westermeyer unter anderem in der Loge der Agentur beim Zweitliga-Club FC St. Pauli zeigt, die im Stil einer Kapelle gebaut worden ist. Zu sehen ist die Dokumentation unter anderem auf dem OMR-YouTube-Kanal, und zwar kostenlos.

Promi-News Hamburg: Sasha stellt Buch vor

Den Song „If You Believe“ kennt in Deutschland, und nicht nur hier, fast jeder, das Buch dazu hat Sänger Sasha Röntgen-Schmitz in der vergangenen Woche in der Thalia-Buchhandlung in der Europa Passage offiziell vorstellt – vor 30 voll maskierten, doppelt geimpften, getesteten, aber vor allem begeisterten Zuschauern.

Sasha verriet im Gespräch mit Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider unter anderem, wie es zu seinen Freundschaften mit anderen prominenten Persönlichkeiten wie Michael Mittermeier, Klaas Heufer-Umlauf, Rea Garvey und Tim Mälzer gekommen ist, Letzterer ist inzwischen Patenonkel von Sashas Sohn Otto.

Und er verriet, dass er als Kind nicht nur großer Fan von Elvis Presley, sondern auch von Howard ­Carpendale gewesen ist: „Schon als Vierjähriger habe ich die Hits von Elvis gehört. Als ich dann Howard Carpendale in der ,ZDF-Hitparade‘ gesehen habe, fand ich den nicht unähnlich, schließlich hat er früher auch mal sein Geld als Elvis-Imitator verdient. Ich mochte ,Nachts, wenn alles schläft‘ und habe mir für 4,50 Mark damals die Single gekauft.“

In doppelter Mission, als Managerin und Ehefrau, war bei der Buchpräsentation Julia Röntgen-Schmitz dabei. Über sie sagte Sasha: „Sie ist meine beste Kritikerin, sie bekommt neue Songs als Erstes zu hören und ist sehr ehrlich im Urteil. Ich lege viel Wert auf ihre Meinung, gerade musikalisch.“

Bürgerverein St. Georg lud zum Neujahrsempfang

Es ist selten, dass in dieser Pandemiezeit noch zu einem Termin in Präsenz geladen wird. Der Bürgerverein zu St. Georg von 1880 setzte auf die persönliche Begegnung, und rund 50 Gäste kamen zum traditionellen Neujahrsempfang in das Courtyard by Marriott Hotel an der Adenauerallee. Darunter waren Autorin und Stadtteilikone Peggy Parnass, Immobilienunternehmer Karl-Heinz Ramke und Budni-Chef Cord Wöhlke.

Gastgeber Markus Schreiber, Vorsitzender des Bürgervereins, sagte: „Zu Beginn des Jahres sollen sich alle Akteure des Stadtteils bei uns treffen. Das ist uns, bei aller Vorsicht wegen der Pandemielage, wieder gut gelungen.“ Es wurden nicht nur Neuigkeiten aus dem Stadtteil ausgetauscht, auch ein kleiner Vortrag von Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, der in St. Georg lebt, stand auf dem Programm.

Sexualtherapeutin Katrin Hinrichs bei Radio Bremen

Einen Auftritt mit Folgen hatte Katrin Hinrichs in der Talksendung „3 nach 9“ bei Radio Bremen, wo sie von Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo befragt wurde. Erst, und das wirkte irgendwie aus der Zeit gefallen, über ihren Mann Stefan Aust, den ehemaligen Chefredakteur des „Spiegels“, obwohl der ja gar nicht mitgekommen war. Dann ging es um Katrin Hinrichs’ Arbeit als Sexualtherapeutin und natürlich um ihren Abendblatt-Podcast „Ich frage für einen Freund“, in dem sie alle zwei Wochen mit Hajo Schumacher über Themen spricht, über die man sonst nicht so offen redet.

Die beiden haben nach 40 Folgen eine große Fangemeinde, durch „3 nach 9“ ist sie noch einmal größer geworden: „Ich frage für einen Freund“ schaffte es in der vergangenen Woche in den deutschen Podcast-Charts bis auf Platz 24. Auf Platz eins steht übrigens seit Monaten regelmäßig auch ein Hamburger: Moderator Markus Lanz.

Jörg Knör debütiert mit neuem Bühnenprogramm

Er möchte endlich wieder auf die Bühne. Endlich wieder die Menschen zum Lachen bringen. Der Hamburger Entertainer Jörg Knör feiert mit seinem neuen Programm „Comeback des Lebens“ am 1. Februar Premiere in den Kammerspielen.

„Man kann sich im Theater auch in diesen Zeiten wohlfühlen, mit 2G plus, Maskenpflicht, Abstand und Luftfiltern“, sagt er. Die Laune will er sich sowieso nicht verderben lassen und freut sich riesig auf den Auftritt. „Das fehlt mir so.“ Knör hat ein Programm passend zur Pandemie geschrieben. Zu Wort kommt unter anderem Karl Lauterbach, man erlebt, hochaktuell, den Auftritt des Kanzlers Olaf Scholz bei seiner Vereidigung mit Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue mit. Auch dabei: der Abschied von Angela Merkel aus dem Amt, Arnold Schwarzenegger will den Amazonas retten, und Udo Lindenberg feiert noch einmal seinen 75. Geburtstag.

Für Knör ist es auch in anderer Hinsicht eine Premiere. Erstmals steht er in den Hamburger Kammerspielen auf der Bühne. „Da freue ich mich über jeden besetzten Platz. Und kann versichern, die Zuschauer werden für zwei Stunden diese Pandemie vergessen.“

Amara terra mia“ – eindrücklich, überraschend, horizonterweiternd

Eine Premiere in diesen Corona-Tagen hat es, siehe oben, nicht leicht – und doch war der große Saal 1 im Zeise-Kino gut gefüllt, als „Amara terra mia – Mein bitteres Land“ gezeigt wurde. St.-Pauli-Theater-Intendant Ulrich Waller hatte Wegbegleiter, Kollegen und Freunde eingeladen und entführte die Zuschauer in das Italien und Deutschland der 60er-Jahre.

In dieser Zeit zogen immer mehr Gastarbeiter aus dem armen Mezzogiorno nach Norden in der Hoffnung auf Arbeit, Geld und ein besseres Leben. Die drei Filmemacher Eduard Erne, Dania Hohmann und eben Waller verknüpfen geschickt Archivmaterial dieser Zeit mit Zeitzeugen-Berichten und der fiktiven Geschichte zweier Schwestern: Die filmische Reise führt nicht nur in eine andere Zeit und uns heute fremd anmutenden Kulturen, sondern auch in die Zwischenwelt der Migranten.

Das Doku-Drama spielt in Wolfsburg, dem Ziel vieler Gastarbeiter, und dem Geburtshaus des Migranten in Italien. Die Idee, so erzählte Waller nach dem Film im Gespräch mit Zeise-Geschäftsführer Matthias Elwardt, kam ihm im Herbst 2015, als die deutsche Willkommenskultur gefeiert wurde.

2017 kam sie als Stück auf die Bühne des St. Pauli-Theaters, nun ist sie im Kino: „Amara terra mia“ erzählt von einer Zeit ohne Willkommenskultur, eindrücklich, überraschend, horizonterweiternd. Am Sonntag um 11 Uhr wird der Film das nächste Mal im Zeise gezeigt, wieder sind die drei Regisseure dabei. Eine weitere Vorstellung mit Waller ist am 27. Februar geplant.

Olympia-Magazin von Oliver Wurm

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Der Mann hat Ideen – und Mut. 2019 brachte Oliver Wurm (51) das Grundgesetz als Magazin heraus, ein Jahr später erhielt er dafür das Bundesverdienstkreuz. Das Neue Testament oder sein Lyrik-Magazin waren weitere Projekte. Seit einigen Tagen liegt nun ein weiteres Herzensprojekt des Verlegers und Journalisten, der seit 1995 in Hamburg lebt, am Kiosk: „Peking.22.“

Sich an Olympische und Paralympische Spiele in China mit einem Produkt auf den Markt zu trauen in einer Zeit, in der Großturniere und noch mehr Organisationen wie das Internationale Olympische Komitee oder die Fußballverbände Fifa und Uefa (zu Recht) kritisch beäugt werden, erfordert Unternehmergeist – und eben Mut.

Natürlich gebe es Regierungen, die das größte Fest des Sports eher verdient hätten, geben Oliver Wurm und sein Mit-Herausgeber Carsten Oberhagemann zu: „Aber unser Magazin dreht sich um den Sport und seine Akteurinnen und Akteure. Um das, was die olympische Idee wirklich mit Leben füllt.“

Fotograf Christoph Gramann setzt die Sportler wie schon bei den Heften zu den Sommerspielen in Tokio aufwendig in Szene. Sehr kreativ entstand das Magazin-Cover: Art Direktor Andreas Volleritsch ließ das Titelbild in seinem Garten überschneien und zufrieren, fotografierte es dann.

In dem Olympia-Magazin steckt in gewisser Weise auch viel Abendblatt: Der langjährige Sportchef und Autor Peter Wenig steuerte gleich drei Stücke bei, führte das Doppel-Interview mit Magdalena Neuner und Sven Hannawald, begleitete die deutschen Eiskunstlauf-Paare sowie den weltweit besten Bob-Piloten und Goldfavoriten Francesco Friedrich. Wintersport pur wird auf 148 Seiten versprochen und gehalten. Das Magazin kostet fünf Euro.

Honorarkonsul von Armenien reist nach Berlin

Einen Trip nach Berlin machte Heiko Hecht, der Honorarkonsul von Armenien in Hamburg ist, in dieser Woche. Der Grund war ein Kennenlerntreffen mit dem neuen armenischen Botschafter Viktor Yengibaryan. Der empfing den Juristen in seiner Residenz in der Bundeshauptstadt.

Mit dabei war auch Unternehmer Günter Pilarsky, der wiederum Honorarkonsul für Baden-Württemberg ist. Nach dem Treffen und einem gemeinsamen Mittagessen in einem italienischen Restaurant war Hecht, der seine Kanzlei an der Elbchaussee hat, angetan.

„Wir haben sehr gute Gespräche darüber geführt, wie die wirtschaftlichen Kontakte mit Armenien weiter ausgebaut werden können. Dabei ging es zum Beispiel um den Aufbau einer Pflegefachschule.“

Kochspektakel mit Sterne-Köchen am Meer

Ein gebürtiger Hamburger, der im Mutterland der Haute Cuisine mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wird – das ist einmalig. David Görne hat es mit seinem Restaurant G.A. in der Normandie geschafft. Und nicht nur die Franzosen sollen seine kulinarischen Kreationen genießen, sondern auch die Norddeutschen.

Im Rahmen des 35. Schleswig-Holstein Gourmet Festivals (SHGF) ist der Spitzenkoch zu Gast im Hotel Der Seehof in Ratzeburg. Die Nachfrage ist groß, zwei Abende sind bereits ausgebucht, aber jetzt gibt es am 30. Januar ab 18 Uhr einen Zusatztermin. Das Fünf-Gänge-Menü inklusive begleitender Getränke kostet 169 Euro pro Person, die Buchung ist über info@der-seehof.de möglich.

Auch an der Nordsee ist das SHGF zu Gast. Im Ambassador Hotel & Spa in St. Peter-Ording wird am 28. Januar ab 18 Uhr Tony Hohlfeld am Herd stehen. Der 32-Jährige, der das Restaurant Jante in Hannover führt, ist mit zwei Michelin-Sternen dekoriert. Es gibt noch Restplätze für das Kochspektakel mit dem prominenten Gastkoch. Auch dieses Fünf-Gänge-Menü kostet 169 Euro pro Person inklusive begleitender Getränke. Reservierungen werden unter info@hotel-ambassador.de angenommen.

( HA, ug, sla, lx, ike )

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