Gastronomie Hamburg

Neuer Nachbar für Tim Mälzer: Japan-Küche und Partylocation

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Ulrich Gaßdorf
Viet Pham sitzt im Barbereich des Nomad.

Viet Pham sitzt im Barbereich des Nomad.

Foto: Marcelo Hernandez / FUNKE Foto Services

Das Nomad, eine Mischung aus Restaurant, Bar und Lounge eröffnet in exklusiver Lage am Alsterufer. Das sind die Pläne.

Hamburg.  Die Adresse ist exklusiv, die Nachbarschaft auch. Hier in dem sandfarbenen Gebäudekomplex am Alsterufer hat der Luxuseinrichter Bornhold sein Geschäft, in den oberen Etagen ist die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC zu finden, und im Erdgeschoss führt Fernsehkoch Tim Mälzer sein Restaurant Die gute Botschaft. Und Ende September wird ein weiteres ambitioniertes Gastronomiekonzept eröffnen.

Auf der ehemaligen Fläche des seit Herbst 2020 geschlossenen Szenelokals Basil & Mars wird nun das Nomad seine Pforten öffnen. Eine Mischung aus Restaurant, Bar und Lounge plant Viet Pham hier. „Nomad ist das englische Wort für Nomade. Und ich habe mich sozusagen auf die Wanderschaft begeben und mich bei meinen Reisen nach Japan, nach Singapur, aber vor allem bei meinen Streifzügen durch die Londoner Gastroszene für mein eigenes Konzept inspirieren lassen“, sagt Pham.

Nomad: Restaurant in Hamburg mit edlem Flair

Seit März dieses Jahres sind der 25-Jährige und sein Team mit der Neugestaltung der Fläche beschäftigt. Die Decke wurde schwarz gestrichen. Die Sitzbänke und Stühle im Restaurantbereich sind mit hellem Samt bezogen, und ein großer Kronleuchter soll demnächst noch geliefert werden.

Im Barbereich mit dem langen Hochtisch sollen die Möbel mit Samt in Royalblau bezogen werden und die Gäste an Marmortischen Platz nehmen. Hinter dem Bartresen wurde eine riesige LED-Wand installiert, „hier können wir Musikvideos abspielen oder einfach nur Lichteffekte setzen“, sagt der Gastronom. Im Schanzenviertel am Schulterblatt hat Pham bereits 2019 das Transit eröffnet, dort werden asiatische Tapas serviert.

Die ganze Familie ist in Gastronomie erfolgreich

Die Gastronomie begleitet ihn seit seiner Kindheit. Seine Eltern stammen aus Vietnam und haben die Asia-Hung-Kette – ein asiatisches Franchisekonzept – aufgebaut. In Hamburg gibt es elf Standorte, insgesamt sind es rund 90 in Deutschland. Pham sagt: „Anders als meine Eltern zuvor, möchte ich mit dem Nomad einen ersten Schritt in die gehobene asiatische Gastronomie wagen.“

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Er selber hat Wirtschaftsinformatik studiert, konzentriert sich jetzt aber auf die Gastronomie. „Ich habe schon länger nach einem Standort für dieses Konzept gesucht und hier am Alsterufer 1 die idealen Räume dafür gefunden. Ich mache das nicht alleine, sondern habe mir Partner mit an Bord geholt.“

Pham will Hamburger mit Fusionsküche überzeugen

Pham selbst wird nicht kochen. „Am Herd stehen natürlich Profis. Wir wollen hier eine japanische Fusionsküche anbieten. Da dürfen natürlich Sushi-Kreationen, die wir direkt vor den Augen der Gäste zubereiten, nicht fehlen. Aber es wird auch viele andere Fisch- und Fleischkreationen und vegetarische Gerichte geben“, sagt Pham.

Mittags soll es eine eigene Karte geben. Sein Fokus liegt auf dem Abendgeschäft. „Zu uns soll man nicht einfach nur zum Essen kommen, sondern den ganzen Abend bleiben.“ Sein Plan ist: „Wenn es die Sperrstunde nicht mehr gibt, werden wir bis weit nach Mitternacht aufhaben, und die Leute sollen zum Feiern hierherkommen. Zum Afterwork und am Wochenende wollen wir auch die Partygänger ansprechen“, sagt Pham. Allerdings ist Pham auch bewusst, dass das Alsterufer keine klassische Lauflage ist. „Wir müssen uns einen Namen machen und die Gäste mit hoher Qualität und dem innovativen Konzept für das Nomad begeistern.“

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