Hamburgs neuer Stadtteil

U4 am Grasbrook: Erste Details zur neuen U-Bahn-Haltestelle

So könnte die neue U-Bahn-Brücke für die U4 aussehen, die von der Haltestelle Elbbrücken über die Norderelbe auf den Grasbrook führen soll.

So könnte die neue U-Bahn-Brücke für die U4 aussehen, die von der Haltestelle Elbbrücken über die Norderelbe auf den Grasbrook führen soll.

Foto: Hochbahn

Hochbahn gibt Pläne für den nächsten Abschnitt der U4 bekannt. Das ist in Hamburgs neuem Stadtteil auf der Elbinsel geplant.

Hamburg. Mit dem Grasbrook plant der Senat einen Stadtteil, der den Süden Hamburgs mit einem "Sprung über die Elbe" an die City anbindet. Dazu soll die U4 von den Elbbrücken bis zum Grasbrook verlängert werden. Nun hat die Hochbahn erste Details zur neuen Haltestelle bekanntgegeben. Im kommenden Jahr beginnen die Vorentwurfsplanungen für den Bauabschnitt der neuen U-Bahn-Linie – und Hamburger sollen mitmachen.

U4: Neue Haltestelle trägt Arbeitstitel "Moldauhafen"

Im Frühjahr 2020 sind die Voruntersuchungen zur Machbarkeit des Bauprojekts beendet worden. Wie die Hochbahn mitteilte, werde für die Verlängerung europaweit ein Realisierungswettbewerb ausgeschrieben. Konkret gehe es dabei um drei Bestandteile:

  • Von der U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken soll eine neue Brücke über die Norderelbe führen.
  • Im weiteren Verlauf ist eine Viaduktführung über den Grasbrook geplant.
  • Die neue U-4-Haltestelle mit dem Arbeitstitel „Moldauhafen“ soll rund 16 Meter über dem gleichnamigen Hafenbecken liegen und unterhalb der Gleise eine zweite Ebene für Fuß- und Radverkehr umfassen.

Die neue Haltestelle binde dann sowohl den neu entstehenden Stadtteil auf dem Grasbrook als auch den nördlichen Teil der Veddel an das Schnellbahnnetz an, teilte die Hochbahn mit. Die Maßnahmen hat die Stadt demnach mit 4,4 Millionen Euro bezuschusst.

Tjarks kündigt Fokus auf Rad- und Fußwege im Grasbrook an

Anjes Tjarks (Grüne) kündigt ein umfassendes Mobilitätsangebot im neuen Stadtteil Grasbrook an: "Neben der U-Bahn werden auch von Beginn an Rad- und Fußverkehr mitgedacht und mitgeplant. Das zahlt in dreifacher Hinsicht auf den Klimaverbund ein und ist ein entscheidender Beitrag für die Mobilitätswende", sagt der Verkehrssenator.

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Hochbahn-Chef Henrik Falk betont den strategischen Vorteil der frühzeitigen Bauplanungen: "Wie auch bereits bei den U-4-Arbeiten in der HafenCity ist das Besondere, dass wir durch die gleichzeitige Planung von Stadtteil und U4-Verlängerung einen großen Spielraum für Gestaltungsmöglichkeiten haben."

Wie Hamburger an der neuen U-4-Haltestelle mitplanen können

Hamburgerinnen und Hamburger sollen bei dem neuen Abschnitt der U4 mitreden dürfen. Am 16. November startet ein sogenannter Online-Dialog auf schneller-durch-hamburg.de, bei dem Interessierte über die Gestaltung der geplanten Haltestelle mitdiskutieren können.

Die Ergebnisse sollen in den anschließenden Realisierungswettbewerb einfließen. Anfang 2030 sollen die Baumaßnahmen laut Verkehrsbehörde abgeschlossen sein.

Ob die U4, wie von vielen Anwohnern gewünscht, auch rasch nach Wilhelmsburg führen wird, ist dagegen offen. Eine Erweiterung werde zurzeit geprüft, sagte eine Hochbahn-Sprecherin.