Hamburg

Mälzer rechnet bei "Lanz" mit unseriösen Club-Betreibern ab

| Lesedauer: 2 Minuten
Peter Wenig
In der Talkshow von Markus Lanz hat sich der Hamburger TV-Koch Tim Mälzer über Clubbetreiber aufgeregt, die sich nicht an die Corona-Auflagen halten – und nur milde bestraft werden (Archivbild).

In der Talkshow von Markus Lanz hat sich der Hamburger TV-Koch Tim Mälzer über Clubbetreiber aufgeregt, die sich nicht an die Corona-Auflagen halten – und nur milde bestraft werden (Archivbild).

Foto: Michael Rauhe

Hamburger TV-Koch empört über illegale Party auf dem Kiez. Auch Mitte-Bezirkschef Falko Droßmann war zu Gast in der Talkshow.

Hamburg. Der Hamburger TV-Koch Tim Mälzer hat den Auftritt am Dienstagabend in der Talksendung „Lanz“ zu einer Abrechnung mit unseriösen Club-Betreibern genutzt. Wie berichtet, hatte die Polizei in der Nacht zum Sonntag eine illegale Party in einem Keller auf dem Kiez unter dem Club 25 beendet. 90 Gäste hatten gegen Corona-Auflagen verstoßen.

Als Falko Droßmann, Chef des Bezirksamts Hamburg-Mitte, die rechtlichen Konsequenzen schilderte (mindestens 150 Euro Bußgeld für jeden Gast, 5000 Euro für den Betreiber), reagierte Mälzer ungehalten: „Da schwillt mir die Krawatte. Das ist eine absolute Frechheit und Unverschämtheit.“

Sperrstunde – Tim Mälzer beklagt bei "Lanz" hohe Umsatzverluste

Die gesamte Branche leide unter der Pandemie: „Und dann meint eine Gruppe, sich da rauszuziehen", so Mälzer im Gespräch mit Markus Lanz. "Ich verstehe nicht, warum nur 5000 Euro angedroht wird, warum man den Leuten nicht die Konzession entzieht.“ Denn diese seien „nicht in der Lage, verantwortungsvoll im Nachtgewerbe tätig zu sein“. Tim Mälzer sagte weiter: „Da reden wir von Kleinkind-Bockigkeit, die eine ganze Branche so beschissen da stehen lässt. Die spucken denen, die seriös arbeiten, ins Gesicht.“

Mälzer, der 200 Mitarbeiter in seinen gastronomischen Betrieben beschäftigt, beklagte hohe Umsatzverluste durch die Sperrstunde von 23 Uhr: „Der Gast, der um 21 Uhr in der Zweitbelegung sitzt, ist von vornherein darauf getrimmt, um 23 Uhr den Modus des Verlassens einzuleiten. Bestellung der Rechnung, Gang zu Garderobe und so weiter, damit er dann wirklich um Punkt 23 gehen kann.“ Die Konsequenz: „In der Stunde von 22 bis 23 Uhr machen wir gar keinen Umsatz mehr.“

Lesen Sie auch:

Tim Mälzers Idee: Kein Alkohol nach 23 Uhr, aber Gäste dürfen noch bleiben

Dabei seien seine Restaurants bereit, den Alkohol ab 23 Uhr sofort vom Tisch zu nehmen, auch den Verkauf von Speisen unmöglich zu machen. Aber es wäre eine enorme Hilfe für die Gastronomie, wenn den Gästen gestatten würde, noch etwas länger im Restaurant bleiben zu dürfen.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg