Hamburg

Online-Auktion läuft: ein van Gogh mit "Schönheitsfehler"

"Die Mühle von Wijk" wird am Dienstag versteigert – die Echtheit des angeblichen van-Gogh-Gemäldes ist nicht abschließend geklärt.

"Die Mühle von Wijk" wird am Dienstag versteigert – die Echtheit des angeblichen van-Gogh-Gemäldes ist nicht abschließend geklärt.

Foto: Axel Heimken / dpa

Hamburger Auktionshaus versteigert "Die Mühle von Wijk" – Gutachten sollen Echtheit bestätigen, doch das vielleicht wichtigste fehlt.

Hamburg. Wer schon immer einen echten van Gogh besitzen wollte, hat heute die Chance darauf, einen zu ersteigern – also fast. Denn das sonst auf Industrieanlagen spezialisierte Hamburger Auktionshaus Wilhelm Delchow hat zwar eine beeindruckende Menge von Gutachten angeführt, die die Echtheit des Gemäldes "Die Mühle von Wijk" bescheinigen soll. Ausgerechnet das womöglich wichtigste – die Bestätigung durch das Van-Gogh-Museum in Amsterdam – steht aber aus.

Gemälde "Die Mühle von Wijk" ist mit "van Gogh" signiert

Wenn die anderen Gutachter allerdings Recht behalten sollten, wäre "Die Mühle von Wijk" eine kleine Sensation: Es wäre das vermutlich erste erhalten gebliebene Gemälde des niederländischen Malers, das zudem eine ungewöhnliche Signatur trägt: Statt mit "Vincent" ist das Bild mit "van Gogh" signiert, eine Anomalie, die beim Auktionshaus als "ein Stück Kunsthistorie" beworben wird.

Die Auktion läuft bis Dienstagabend, 18 Uhr – kurz vor Auktionsende liegt das Gebot bei 550.000 Euro – 50.000 Euro über dem Mindestgebot von 500.000 Euro.