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Maskenpflicht: Tschentscher verteidigt höheres Bußgeld

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher gab am Donnerstag zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (im Hintergrund) die neuen Corona-Regeln bekannt.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher gab am Donnerstag zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (im Hintergrund) die neuen Corona-Regeln bekannt.

Foto: Omer Messinger / Pool/Getty Images

Der Tag im Überblick: Maskenverweigerer zieht Notbremse. Neue Zahlen zu Toten und Infizierten in Hamburg. Drosten bekommt Verstärkung.

Hamburg. Trotz weiterer Lockerungen, die der Hamburger Senat am Dienstag verkündet hatte, bestimmt das neuartige Coronavirus auch weiterhin das Leben im Norden. Am Donnerstag wurden 31 Neuinfektionen in Hamburg registriert, außerdem sind erneut zwei Menschen in der Hansestadt an Covid-19 gestorben. Wegen eines Corona-Falls an einer Gesamtschule in Wilhelmshaven (Niedersachsen) fällt der Unterricht teilweise aus.

Derweil hat Rockmusiker Udo Lindenberg kein Verständnis für Gegner der Corona-Maßnahmen und übt harsche Kritik an Maskenverweigerern. Hamburgs Prostituierte sind empört über die Entscheidung des Senats, die Bordelle wegen der Corona-Pandemie weiter geschlossen zu halten. Die Zweite Bürgermeisterin Fegebank hat Verständnis für den Ärger – und macht ein bisschen Hoffnung.

Lesen Sie hier alle Nachrichten zu Corona am Donnerstag, 27. August:

Interaktive Karte: Das Coronavirus in Deutschland und weltweit

Maskenpflicht: Tschentscher verteidigt höheres Bußgeld in Hamburg

Nur drei Tage nach der Einführung eines Bußgeldes von 40 Euro für Maskenverweigerer im Hamburger Nahverkehr haben die Ministerpräsidenten eine Erhöhung beschlossen. Bundesweit soll das Bußgeld mindestens 50 Euro betragen, und zwar nicht nur bei Verstößen im Nahverkehr, sondern auch in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte am Donnerstag nach der Konferenz der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin: „Wir sind uns alle sehr einig, dass wir zwar noch in einer stabilen Lage in Deutschland sind, aber sehr schwierige Monate vor uns haben, auf die wir uns möglichst gut und einheitlich vorbereiten müssen.“ Ein einheitliches Mindestbußgeld und einheitliche Maßstäbe für das Vorgehen in Schulen seien deswegen notwendig. „Wir wissen, dass wir auch im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr möglichst einheitlich in Deutschland auf die Einhaltung der Maskenpflicht achten werden“, sagte Tschentscher weiter.

Nach Angaben der Hamburger Verkehrsbehörde wird seit Montag in Bussen, Bahnen und Fähren des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) eine Vertragsstrafe von 40 Euro erhoben, wenn Fahrgäste gegen die Maskenpflicht verstoßen. Ab wann die neue Bußgeldandrohung in Kraft tritt, ist noch unklar. Ein Senatssprecher erklärte, es könne bis zur zweiten Septemberwoche dauern. Aus der Verkehrsbehörde hieß es, das Thema müsse mit den Partnern im HVV, zu dem auch Verkehrsunternehmen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gehören, besprochen werden. Rechtlich ist die Frage kompliziert, weil die bisherige Vertragsstrafe kein Bußgeld ist.

Wieder Alkohol-Verkaufseinschränkungen am Wochenende

Das nächtliche Außer-Haus-Verkaufsverbot von Alkohol in Hamburgs beliebtesten Ausgehvierteln bleibt auch am kommenden Wochenende bestehen. Die Bezirksämter Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel haben entsprechende Allgemeinverfügungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlängert, wie die Bezirke und die für die Bezirke zuständige Wissenschaftsbehörde am Donnerstag mitteilten.

Der Außer-Haus-Verkauf alkoholischer Getränke unter anderem durch Kioske, Tankstellen, Einzelhandel sowie Bars und Gaststätten sei am Freitag und Sonnabend jeweils von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt. Hiervon ausgenommen sei der Alkoholausschank in der Außengastronomie.

Mit dem Verbot sollen Verstöße gegen die Corona-Regeln an den Party-Hotspots der Stadt eingedämmt werden. Betroffen sind St. Pauli, das Schanzenviertel sowie Teile Ottensens und Eimsbüttels. Es ist das inzwischen fünfte Wochenende in Folge, an dem der Alkoholverkauf eingeschränkt wird.

Verstoß gegen Maskenpflicht – Reisender zieht Notbremse

In einer Regionalbahn auf der Fahrt von Pinneberg nach Hamburg fiel am Mittwochnachmittag ein Mann auf, der keinen Mund-Nasen-Schutz trug. Nach dem Hinweis eines Sicherheitsbediensteten bedeckte der 37-Jährige widerwillig seine Nase und seinen Mund, fiel aber weiter durch aggressives Verhalten auf.

Plötzlich sprang der Reisende auf und zog aus unbekannter Ursache die Notbremse – der Regionalzug hatte eine Geschwindigkeit von etwa 160 Kilometern pro Stunde. Der Sicherheitsmitarbeiter konnte den Mann anschließend wieder beruhigen und verständigte die Bundespolizei, die den Störenfried am Bahnhof Altona kurze Zeit später in Empfang nahm. Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Coronavirus: Fegebank zeigt Verständnis für Protest der Prostituierten

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) hat Verständnis für den Protest von Prostituierten wegen der wegen der Corona-Pandemie weiterhin geschlossenen Bordelle gezeigt. „Ich teile diese Haltung vollumfänglich“, sagte Fegebank am Donnerstag in Hamburg. Sie finde auch, dass es ein Risiko sei, „Frauen in die Illegalität zu treiben, weil sie gerade ja einem Berufsverbot ausgesetzt sind“.

Es lägen gute Hygienekonzepte vor. Deshalb glaube sie auch, dass die Bordelle in einem nächsten Lockerungsschritt geöffnet werden könnten. Allerdings müsse dies im Länderkontext Norddeutschland geschehen. Dazu fänden derzeit Gespräche statt.

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Der rot-grüne Senat war am Dienstag dem Wunsch vieler Prostituierter auf eine Wiedereröffnung der Bordelle zum 1. September nicht gefolgt, hatte entschieden, die bereits seit Mitte März geschlossenen Bordelle noch bis Ende November nicht wieder öffnen zu lassen. Die Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft kritisierten den Senat scharf, forderten einen Notfall-Fonds für Prostituierte.

Zugangskontrollen und Corona-Tests bei Meyer-Werft zum Urlaubsende

Mit Blick auf Reiserückkehrer und steigende Corona-Fallzahlen richtet die Papenburger Meyer-Werft zum Ende der Urlaubszeit besondere Zugangskontrollen ein. Ab kommenden Montag darf das Gelände nur betreten, wer keine Krankheitssymptome hat und sich nicht in Risikogebieten aufgehalten hat, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte.

Wer in oder durch ein Gebiet mit mehr als 25 Infektionen pro 100.000 Einwohner gereist ist, Symptome hat oder Kontakt zu Infizierten hatte, muss einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Werft selbst richtet ein mobiles Testzentrum ein. Diese Regelung soll bis Mitte September gelten.

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Das „Coronavirus-Update“ ist zurück – Drosten bekommt Verstärkung

Der preisgekrönte NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ mit Christian Drosten kommt am Dienstag aus der Sommerpause zurück. „Neu ist: Neben dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, wird auch die Virologin Sandra Ciesek ein regelmäßiger Gesprächsgast des Podcasts sein“, teilte der Norddeutsche Rundfunk am Donnerstag mit. Drosten und Ciesek wechselten sich künftig im Gespräch mit NDR-Info-Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig wochenweise ab.

Die Virologin und Internistin Ciesek arbeitet an Medikamenten gegen Covid-19: „Da ich mehrere Jahre als Internistin gearbeitet habe, kenne ich auch die praktischen Fragen der klinischen Patientenversorgung. Ich freue mich darauf, eine Brücke zwischen diesen beiden Fachgebieten zu schlagen und so für die Hörer einen Beitrag zum besseren Verständnis rund um Sars-CoV-2 zu leisten.“ Am 8. September wird die Professorin für Medizinische Virologie der Goethe-Universität erstmals im Podcast von NDR Info zu hören sein.

Corona-Beschränkungen: Zu viele Trauergäste in Soltau

Eine Trauerfeier mit nach Zeugenangaben rund 200 Menschen hat im Heidekreis einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war die Beisetzung am Mittwoch beim Eintreffen der Beamten schon beendet. Die Polizisten ließen entsprechend der Corona-Beschränkungen 50 Menschen in die Moschee in Soltau.

Die Trauernden verhielten sich den Angaben zufolge kooperativ. Als andere Gäste der Trauerfeier vor der Moschee Stühle und Tische aufstellten, untersagten die Beamten dies - und sprachen gegen etwa 30 Menschen Platzverweise aus. Ohne Störungen endete die Trauerfeier schließlich.

Coronavirus: Neue Zahlen zu Toten und Infizierten in Hamburg

In Hamburg sind zwei weitere Menschen an Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der vom Institut für Rechtsmedizin am UKE ermittelten Corona-Toten liege in der Hansestadt damit nun bei 235, teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mit. Erst am Mittwoch war ein weiterer Todesfall bestätigt worden.

Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Hamburg im Vergleich zum Vortag um 31 Fälle gestiegen. Die Gesamtzahl der Infizierten beträgt dennoch nur 6166 statt 6167, da ein Fall vom 21. August gestrichen wurde. Von den seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getesteten Menschen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen rund 5400 als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden derzeit 15 Covid-19-Patienten behandelt. Acht von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen.

Bei einfachem Schupfen nun doch in die Kita und Schule

Schleswig-Holstein hat die bisher strikten Corona-Vorgaben für Kita-und Schulkinder, schon bei den geringsten Symptomen von Schnupfen oder Husten zu Hause zu bleiben, etwas gelockert. Nach einer neuen gemeinsamen Empfehlung des Bildungs- und des Gesundheitsministeriums können Kindern „mit einfachem Schnupfen, einer laufenden Nase, Halskratzen, leichtem gelegentlichen Husten, Räuspern (leichte Ausprägung)“ in die Kita oder Schule kommen, heißt es in der aktualisierten Empfehlung der beiden Ministerien vom 26. August. Solche Symptome seien „kein Ausschlussgrund!“.

Dagegen solle bei Fieber ab 38,0 Grad, Muskel - und Gliederschmerzen, trockenem Husten und/oder Halsschmerzen oder bei Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns – nicht in Kombination mit Schnupfen – entweder das Kind zunächst einen Tag zur Beobachtung zu Hause bleiben oder telefonisch Kontakt zum Haus- oder Kinderarzt aufgenommen werden.

Werde ein Arzt informiert, entscheide dieser, ob ein Corona-Test angeordnet wird. Bis dessen negatives Ergebnis vorliegt, dürfen Kinder nicht in die Kita oder Schule. Ist der Corona-Test positiv, muss das Kind zu Hause bleiben und die Anweisungen des zuständigen Gesundheitsamtes befolgen.

Hamburger Flughafen-Chef: Testzentrum muss bleiben

Der Hamburger Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler hat sich in die Diskussion um eine Abschaffung von Testzentren an Flughäfen eingeschaltet. „Die Testzentren an den Airports müssen erhalten bleiben“, sagte Eggenschwiler dem Abendblatt. „Sollten die Testzentren an den Flughäfen wieder abgeschafft werden, wäre das ein Killer für die Luftfahrt.“

Am Helmut-Schmidt-Flughafen war das erste von mittlerweile zwei Testzentren erst vor knapp vier Wochen eröffnet worden. Nun will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen Schritt zurückmachen und die Testmöglichkeiten für Urlauber aus Risikogebieten direkt vor Ort nach dem Aussteigen wieder abschaffen. Die Laborkapazitäten seien durch die Massentests überlastet, heißt es. Wer aus dem Urlaub in einem Risikogebiet zurückkehrt und einen negativen Corona-Test vorweisen, muss nicht in Quarantäne gehen.

Die Menschen würden die Testzentren in Hamburg sehr gut annehmen, sagte Eggenschwiler. Das sehe man immer dann besonders gut, wenn Maschinen aus Risikogebieten gelandet seien. Sollten die Testzentren an den Airports wieder abgeschafft werden, befürchtet er massive Einbußen bei den Passagierzahlen wie im Frühjahr. „Der Flugverkehr könnte so einbrechen wie im März/April“, sagte Eggenschwiler.

Impfstoff gegen Coronavirus soll in Hamburg getestet werden

Ein Team aus Forschern aus Hamburg, München und Marburg soll nach einem Bericht der "Zeit" ab Ende September in der Hansestadt einen neuen Impfstoff gegen das Coronavirus testen. Wie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) demnach mitteilte, seien Tests an Tieren vorgezogen worden, daher sei der Zeitplan ein anderer als zum Beispiel der Unternehmen Biontec und Curevac.

Die derzeitigen Entwicklungen lassen hoffen: So rechnet das Robert-Koch-Institut (RKI) mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffes bis Anfang 2021.

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Coronavirus: Musiker Udo Lindenberg kritisiert Maskenverweigerer

Rockmusiker Udo Lindenberg hat kein Verständnis für Gegner der Corona-Maßnahmen. „Wir brauchen die kollektive Mega-Power, also: Maske auf und mit panischer Konsequenz da durch!“, sagte Lindenberg in Hamburg. „Wenn die hirntoten Risikopiloten durch die Aerosole zischen, wird es ganz viele noch erwischen“, kritisierte er etwa Maskenverweigerer. „Nur wenn wir alle cool bleiben und uns an die Regeln halten, können wir das Ding unter Kontrolle kriegen.“

Wer den Schutz gegen die Ausbreitung des Virus ignoriere, gefährde nicht nur andere Menschen, „sondern bedroht auch die möglichst schnelle Rückkehr unserer geilen, breit aufgestellten Kulturszene in Deutschland“.

Corona-Fall an Wilhelmshavener Schule – Unterricht entfällt

Wegen eines Corona-Falls an einer Gesamtschule in Wilhelmshaven (Niedersachsen) fällt der Unterricht teilweise aus. Betroffen sei die Oberstufe, teilte eine Sprecherin der Stadt am Donnerstag mit. Dem Gesundheitsamt sei am späten Mittwochabend die Covid-19-Erkrankung eines Schülers gemeldet worden. Dieser sei von einer Reise zurückgekehrt und habe bevor sein Testergebnis vorlag Kontakt zu anderen Schülern gehabt. Der Unterricht in der Mittelstufe findet nach Angaben der Sprecherin statt. Am Donnerstag beginnt für mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen der Unterricht.

Corona an Hamburgs Schulen: Infektionsketten sind denkbar:

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Flughafen-Chef: Aus für Corona-Tests wäre „Tod der Reisebranche“

Hannovers Flughafen-Chef Raoul Hille appelliert an die Politik, die Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten aufrecht zu erhalten und keine schärfere Quarantäne als Ersatzlösung einzuführen. Sonst könnte die Verunsicherung von Urlaubern mit Blick auf die Herbstferien so groß werden, dass ein faktisches Reiseverbot drohe und damit der „Tod der Reisebranche“ riskiert werde, sagte er.

Man dürfe nicht die Gefahr in Kauf nehmen, „dass die Mobilität der Bürger grundsätzlich eingeschränkt wird und so ganze Industrie- und Wirtschaftsbereiche geschädigt oder vernichtet werden“, heißt es zudem in einem Positionspapier des Airports. Hille bezog die Warnung auch auf die geplanten Beratungen zur weiteren Teststrategie zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten in Berlin.

Der Airport forderte in seinem begleitenden Papier eine verbindliche Strategie, mit der der Sektor wieder aufgebaut werden kann. Auch die Wirtschaft vieler Urlaubsländer sei gefährdet. Entscheidend sei nun, Planbarkeit statt weiterer Unsicherheit zu schaffen.

"Wir sind am Limit": Tschentscher kritisiert Teststrategie:

"Wir sind am Limit": Tschentscher kritisiert Teststrategie

20 neu registrierte Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 20 auf 3980 gestiegen. Am Tag zuvor waren es noch 33 Fälle gewesen, wie die Landesregierung mitteilte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, blieb (Stand Mittwochabend) bei 160.

In Krankenhäusern würden derzeit sieben Corona-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 3600 als genesen.

Coronavirus: Das müssen Sie über Fachbegriffe wissen

  • Coronavirus: Eine Klasse von Viren, zu denen der neuartige Erreger gehört
  • Sars-CoV-2: Die genaue Bezeichnung des Virus, das sich von China aus verbreitet
  • Covid-19: Die Erkrankung, die das Virus auslöst

Regierungschef Günther: Einheitliche Regeln auch für Fußballspiele

Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther hat vor der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länder-Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag bundesweit einheitliche Corona-Regeln für Feste und Fußballspiele gefordert. „Hier müssen Bund und Länder an einem Strang ziehen“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Günther forderte für private Feiern eine Höchstgrenze von 50 Personen in geschlossenen Räumen und 150 im Freien. „Da wird es von uns keine Bereitschaft geben, das zu erhöhen.“ Vor allem bei Fußballspielen vor Publikum dürfe es keine unterschiedliche Regelungen geben - „etwa in dem einen Land 30 Prozent und in dem anderen zehn Prozent besetze Plätze“.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

Wenn jeder dritte Platz im Stadion besetzt sei, wäre das „schon sehr viel. Bei uns in Kiel wären das 6000 Zuschauer, in der Allianz Arena in München 25.000“, sagte der Ministerpräsident. „Fußball ist ein hochemotionaler Sport. Da liegt man sich schon mal in den Armen. Wir reden hier auch über bundesweite Wettbewerbe.“

Lesen Sie hier die Corona-News von Mittwoch, 26. August