Hamburg

Anschlag auf Auto der Ehefrau von Innensenator Andy Grote

Tschentscher: Grotes Fehler darf sich nicht wiederholen

Hamburgs Erster Bürgermeister nimmt Stellung zur Affäre um Innensenator Andy Grote, der mit einer privaten Feier gegen die Corona-Regeln verstoßen haben soll.

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Unbekannte machen auf St. Pauli den Kleinwagen von Catherine Grote fahruntüchtig. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.

Hamburg. Wegen einer mutmaßlichen Corona-Party steht Andy Grote seit Tagen in der Schusslinie, jetzt musste womöglich die Frau des Hamburger Innensenators indirekt dafür büßen.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, haben Unbekannte einen mutmaßlich politisch motivierten Anschlag auf das Auto von Catherine Grote verübt.

Grote-Ehefrau: Alle Autoreifen zerstochen

Die 39-Jährige hatte ihr Fahrzeug, bei dem es sich nach Abendblatt-Informationen um einen Kleinwagen handeln soll, am Sonnabend gegen 19 Uhr in der Wohlwillstraße auf St. Pauli abgestellt.

Als sie es am Montagnachmittag wieder fortbewegen wollte, bemerkte sie, dass alle vier Reifen ihres Autos zerstochen waren. Da Hinweise auf die Täter bislang fehlen, hat die Polizei jetzt einen Zeugenaufruf gestartet.

Grote-Umtrunk bleibt ein Politikum

Andy Grote muss sich derzeit wegen eines Umtrunks erklären, zu dem der SPD-Politiker anlässlich seiner Wiederwahl 30 Gäste in ein Lokal in der HafenCity geladen hatte.

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Die Bußgeldstelle muss noch klären, ob der Senator damit gegen geltende Corona-Auflagen der Hansestadt verstoßen hat. Bürgermeister Peter Tschentscher betonte am Dienstag, trotz des "einmaligen Fehlers" am Innensenator festhalten zu wollen.

Tschentscher zu Grote: Feier-Frage wird formal geprüft

Grote und Sohn im Dezember attackiert

Grote war seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren wiederholt Zielscheibe politisch motivierter Attacken geworden. Im vergangenen Dezember wurde das Dienstauto, in dem Grote mit seinem kleinen Sohn saß, von Unbekannten mit Steinen und Farbbeuteln beworfen.

Im aktuellen Fall ermittelt nun die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts (LKA 7). Hinweise zur Tat nimmt die Polizei unter Telefon 040/ 4286-56789 sowie an jeder Hamburger Dienststelle entgegen.