Extremismus

Import aus Sachsen: Auch Hamburg hat jetzt rechten Gefährder

Nazis in Sachsen: Ein rechter Gefährder wurde jetzt in ein Hamburger Gefängnis verlegt.

Nazis in Sachsen: Ein rechter Gefährder wurde jetzt in ein Hamburger Gefängnis verlegt.

Foto: Erik-Holm Langhof / imago/lausitznews.de

Der Mann wurde aus seiner Heimat in eine Haftanstalt in der Hansestadt verlegt. Damit ist er offiziell der Einzige seiner Art.

Hamburg. Auch in Hamburg gibt es jetzt einen sogenannten rechten Gefährder. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte, handelt es sich um einen Mann, der aus einem Gefängnis in einem anderen Bundesland in eine Hamburger Justizvollzugsanstalt verlegt worden sei. Weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen.

Nach dpa-Informationen war der Mann zuvor in Sachsen in Haft. Als „Gefährder“ bezeichnet die Polizei Menschen, denen sie schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut.

Hamburg offiziell bisher ohne rechte Gefährder

Im November vergangenen Jahres hatte der Senat auf eine Kleine Anfrage der AfD mitgeteilt, dass es in der Hansestadt insgesamt 17 Gefährder gebe, von denen 14 dem islamistischen und drei dem linksextremen Spektrum zugeordnet würden.

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Nach Angaben der Bundesregierung ist die Zahl rechter Gefährder seit Jahresbeginn bundesweit um 13 auf 65 gestiegen. Im Juni 2019, als ein mutmaßlicher Rechtsextremist den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke erschoss, hatte die Polizei noch 39 Rechtsextremisten als terroristische Gefährder in ihren Datenbanken, wie aus einer Antwort auf eine Frage des FDP-Innenpolitikers Benjamin Strasser hervorgeht.