Jubiläum

Hamburgs zweitgrößte Hochschule wird heute 50 Jahre alt

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HAW-Präsident Micha Teuscher im Treppenhaus der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg am Berliner Tor.

HAW-Präsident Micha Teuscher im Treppenhaus der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg am Berliner Tor.

Foto: Andreas Laible

Der Grundstein für die HAW am Berliner Tor wurde am 1. April 1970 gelegt. Feierlichkeiten wegen Coronakrise verschoben.

Hamburg. Vor 50 Jahren, am 1. April 1970, schlossen sich 13 Ingenieursschulen und Fachschulen zur Fachhochschule Hamburg zusammen. Im Juli 2001 wurde die FH Hamburg im Zuge der Internationalisierung mit dem Ziel weiterer Profilierung dann in „Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg“ umbenannt.

Aktuell sind an der HAW Hamburg mehr als 17.000 Studierende in 41 Bachelor- und 38 Master-Studiengängen eingeschrieben. Sie ist damit die größte praxisorientierte Hochschule im Norden und die drittgrößte ihrer Art in Deutschland. Das Studienangebot umfasst über 70 Bachelor- und Master-Studiengänge in vier Fakultäten.

Studenten profitieren während Coronakrise von Digitalisierung

Die Feierlichkeiten zur Würdigung bisheriger Erfolge mit einem Ausblick in die Zukunft müssen jedoch wegen der Coronapandemie verschoben werden. Auch der Präsenz-Lehrbetrieb ist bis zum 20. April ausgesetzt. In vielen Studiengängen nutzen die Dozenten stattdessen digitale Formate.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung gratuliert der HAW Hamburg zu ihrem 50-jährigen Jubiläum. "Die HAW Hamburg prägt die Hochschullandschaft in Hamburg ganz entscheidend mit: Sie zeichnet sich aus durch ein hochwertiges, an der Berufspraxis orientiertes Studium, innovative Lehrkonzepte sowie leistungsfähige, anwendungsbezogene Forschung", sagt Hamburgs Zweite Bürgermeisterin.

Nachhaltige Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu entwickeln, sei laut Fegebank der Antrieb der HAW Hamburg. Dazu zähle auch der Anspruch, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten.

"Ihre Studierenden profitieren in diesen Tagen, an denen die Hochschulgebäude aufgrund der Coronapandemie geschlossen bleiben müssen, von der umfassenden Digitalisierung der Lehre", so Fegebank. Auch ein weiteres profilbildendes Merkmal zeichne die HAW Hamburg derzeit aus: Durch die Ausbildung von hochqualifizierten Pflegekräften leiste sie in der gegenwärtigen Lage einen wichtigen Beitrag.

HAW ist die zweitgrößte Hochschule Hamburgs

„Sicher ist: Wir wollen das Jubiläum gebührend feiern und werden unsere zentralen, gesellschaftlich so relevanten Themen weiter diskutieren. Aber jetzt sind zunächst unser aller Durchhaltevermögen und Engagement in der Bewältigung der Coronakrise gefragt", sagt Micha Teuscher, Präsident der HAW Hamburg.

Die HAW stellt als zweitgrößte Hochschule Hamburgs (nach der Universität Hamburg mit der medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) eine wichtige Säule des Wissenschaftsstandorts dar. Rund 9300 Personen studieren ein Fach aus dem MINT-Bereich.

An der HAW arbeiten etwa 400 Professoren, 430 Wissenschaftliche Mitarbeiter sowie 530 Mitarbeiter in Technik und Verwaltung. Die internationalen Studenten kommen aus 120 Ländern; mit rund 200 ausländischen Hochschulen kooperiert die Hochschule.

( ade )

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