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Entlang dieser Hamburger Bahnlinie sind Mieten am höchsten

Der Hamburger Hauptbahnhof: Von hier aus kann man mit U- und S-Bahn zu günstigen Wohnungen fahren – und zu sehr teuren.

Der Hamburger Hauptbahnhof: Von hier aus kann man mit U- und S-Bahn zu günstigen Wohnungen fahren – und zu sehr teuren.

Foto: Thorsten Ahlf / HA

ImmoScout24 hat Mieten für eine 70 Quadratmeter große Wohnung in Hamburg entlang des S- und U-Bahnnetzes berechnet.

Hamburg. Die Immobilienplattform ImmoScout24 hat die durchschnittlichen Angebotsmieten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung entlang des Hamburger S- und U-Bahnnetzes berechnet. Die Auswertung zeigt: Bis mehr als 1000 Euro Nettokaltmiete müssen die Hanseaten im zentralen Innenstadtbereich bei Neuvermietung bezahlen.

Die höchsten Mieten fordern Vermieter entlang der U-Bahnlinie 1. Nur halb so viel zahlen Mieter hingegen an einigen Haltestellen entlang der S3 – wie in Agathenburg, Dollern und Horneburg.

Wohnungen in Hamburg: Höchste Miete an der Station Klosterstern

Wohnungen an den Bahnhöfen in der Innenstadt weisen weitaus höhere Mietpreise auf als an Stationen entlang der S-Bahnlinien außerhalb des Zentrums. Am teuersten sind Mietwohnungen mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 1243 Euro am Klosterstern auf der Linie der U1.

Wissenwertes zur U1 der Hamburger Hochbahn:

  • Die U1 ist nicht nur die längste U-Bahn-Linie Hamburgs – sondern sogar die längste Deutschlands
  • Bei einer Gesamtlänge von 55 Kilometern fährt die U1 auf 13,4 Kilometern im Tunnel
  • Sie verbindet Norderstedt und Ohlstedt/Großhansdorf: In Volksdorf gabelt sich die Strecke
  • Eine Fahrt von Norderstedt bis nach Ohlstedt dauert 76, bis nach Großhansdorf 84 Minuten
  • Die Linie hat insgesamt 47 Stationen
  • Die Kennfarbe der U1 ist Blau

Es folgen die Stationen Kellinghusenstraße mit 1203 Euro und Hallerstraße mit 1183 Euro. Für die Untersuchung wurde eine Zwei-Zimmer-Wohnung, die 30 Jahre alt und 70 Quadratmeter groß ist, als Referenzobjekt zugrunde gelegt.

An den Endhaltestellen ist die Miete günstiger

Wenig überraschend: Je weiter die Fahrten aus dem Zentrum Hamburgs, desto günstiger die Wohnlage. Wer bereit ist, eine längere Fahrtzeit in die Innenstadt in Kauf zu nehmen, kann beispielsweise am Bahnhof Stade, der Endhaltestelle der S3, mit durchschnittlich 552 Euro Kaltmiete rechnen.

Am Endbahnhof der S1, Poppenbüttel, der Im Gegensatz zu Stade noch innerhalb der Stadtgrenze liegt, müssen Wohnungssuchende mit 842 Euro im Schnitt wesentlich mehr für eine vergleichbare Wohnung einplanen. Am günstigsten wohnt man rund um den U-Bahnhof Mümmelmannsberg der Linie 2 und in Dollern an der S3: Hier können Mieter schon für eine Nettokaltmiete von unter 500 Euro einziehen.

Wo die Mieten am stärksten steigen könnten

Vergleicht man die Mietpreise mit der letzten Erhebung von 2016, zeigt sich, dass es an einigen Stationen des Hamburger S- und U-Bahnnetzes besonders hohe Preissteigerungen gab. Laut einer aktuellen Prognose von Statista, einem Online-Portal für Statistik, wird künftig unter anderem die Gegend rund um den Bahnhof Hammerbrook einen hohen Bewohnerzuwachs erfahren.

Die steigende Beliebtheit spiegelt sich auch in der Entwicklung der Mieten wider: Seit 2016 sind die Preise dort von durchschnittlich 735 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit zwei Zimmern auf 1033 Euro Nettokaltmiete bei Neuvermietung gestiegen. Das entspricht einem Plus von 40 Prozent.

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Hier sind die Mieten in Hamburg bereits stark gestiegen

Die höchste Mietpreissteigerung mit knapp 67 Prozent gab es am Bahnhof Mittlerer Landweg. Während vor drei Jahren eine Musterwohnung noch durchschnittlich 490 Euro Kaltmiete kostete, sind es heute 814 Euro. Eine Station früher, am Bahnhof Billwerder Moorfleet, stiegen die Preise für eine neuvermietete Wohnung von 574 Euro im Jahr 2016 um rund 37 Prozent. Hier kostet eine Vergleichswohnung nun durchschnittlich 785 Euro.

Im Gesamtdurchschnitt sind die Mietpreise für eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit zwei Zimmern entlang des Hamburger S- und U-Bahnnetzes um knapp 20 Prozent gestiegen. Eine Verringerung der Mietpreise entlang des S- und U-Bahnnetzes konnte für keine Station verzeichnet werden.

Wissenswertes zu Immobilien und Wohnen in Hamburg (Stand 31.12.2018):

  • In Hamburg gibt es insgesamt 252.751 Wohngebäude
  • 956.476 sind Wohnungen, davon 75.716 (7,9 Prozent) Sozialwohnungen
  • 190.648 (19,9 Prozent) sind Ein- oder Zweifamilienhäuser
  • Die durchschnittliche Wohnungsgröße in Hamburg beträgt 76,1 Quadratmeter
  • Jedem Hamburger stehen im Schnitt 7,9 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung
  • Der durchschnittliche Grundstückspreis beträgt in Hamburg 729 Euro pro Quadratmeter
  • Der durchschnittliche Preis für Ein- oder Zweifamilienhäuser beträgt 4037 Euro pro Quadratmeter
  • Der durchschnittliche Preis für Eigentumswohnungen beträgt 4483 Euro pro Quadratmeter