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Klimastreik: Greta begrüßt die Hamburger mit einem "Moin"

| Lesedauer: 13 Minuten

Greta Thunberg auf dem Heiligengeistfeld

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Die Fridays-for-Future-Kundgebung ist um 18.30 Uhr am Heiligengeistfeld zu Ende gegangen. Greta: "Wir werden nicht aufgeben!"

Hamburg. Zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl 2020 wollen am Freitag in Hamburg wieder Tausende Schüler und Studenten für eine bessere Klimapolitik demonstrieren. Die Organisatoren von Fridays for Future erwarten zum Klimastreik, dessen Motto "Hamburg wählt Klima" lautet, rund 30.000 Teilnehmer. Mit dabei sind auch die schwedische Klima-Ikone Greta Thunberg und das deutsche Gesicht der Fridays-for-Future-Bewegung, die Hamburgerin Luisa Neubauer. Start ist am Heiligengeistfeld um 14 Uhr. In den sozialen Medien läuft die Demo unter dem Hashtag #moin2102.

Veranstaltung geht um 18.30 Uhr zu Ende

Die Kundgebung auf dem Heiligengeistfeld ist laut Polizei auf 18.30 Uhr verlängert worden. Zum Ende der Veranstaltung befanden sich noch 2000 Teilnehmer dort. "In der Spitze waren es 20.000", so eine Poliezisprecherin, die von einer friedlichen Demonstration sprach. Zu nennenswerten Zwischenfällen sei es nicht gekommen. 605 Polizisten sicherten oder begleiteten die Demonstration.

Greta spricht vor Zehntausenden Teilnehmern

"Moin", so begrüßt Greta Thunberg die Teilnehmer auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg und fügt auf Deutsch hinzu: "Es ist schön wieder hier zu sein". Anschließend spricht sie auf Englisch weiter und erklärt, dass die Welt nicht dafür sorge, die Zukunft zu sichern. Greta: "Wir stehen vor einer existenziellen Krise, und es gibt kein Zeichen, dass sich in der Gesellschaft wirklich etwas bewegt." Zudem betont die junge Schwedin: "Wir werden nicht aufgeben!" Luisa Neubauer, das deutsche Gesicht der Fridays-for-Future-Bewegung sagt zu der Menge: "Nicht aufgeben! Auch wenn wir manchmal erdrückt werden von der Krise. Wir werden am Sonntag das Klima zum prägenden Thema machen." Laut Friday for Future verfolgten rund 60.000 Menschen die Reden der Klimaaktivistinnen.

20.000 Menschen beteiligen sich an Klimademo

Die Polizei hat die Teilnehmerzahl bei Fridays-for-Future-Demo nach oben korrigiert. Inzwischen ziehen 20.000 Teilnehmer durch die Hamburger Innenstadt. An der Spitze des Aufzugs ist die Klimaaktivistin Greta Thunberg. Am Rödingsmarkt gab es während der Demo laut Polizei eine Festnahme. Ein Mann soll dort offenbar gezielt auf Demonstranten gespuckt haben.

Demonstranten laufen über die Straße Großer Burstah

Fridays-for-Future-Demo in Hamburg
Fridays-for-Future-Demo in Hamburg

Klimastreik in Hamburg mit vielen Parolen

Die Klimastreik-Teilnehmer rufen Parolen wie "What do we want? – Climate justice! When do we want it? Now!", "Ich sag' Kohle, ihr sagt Stop! Stop Stopp Stop!" und "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!"

Aktivisten seilen sich von U-Bahn-Brücke ab

An der U-Bahn-Brücke Rödingsmarkt, die über die Willy-Brandt-Straße führt, seilen sich zwei Aktivisten ab, um ein Transparent zu entrollen. Offenbar sind sie von der Aktionsgemeinschaft Robin Wood.

15.000 Menschen ziehen durch Hamburg – Greta vorneweg

Der Demonstrationszug hat sich in Bewegung gesetzt. In den vorderen Reihen läuft die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg mit. Die Polizei spricht um 15.25 Uhr von 15.000 Teilnehmern.

Greta wird gut abgeschirmt. In den Bereich, in dem die 17-Jährige sich aufhält, dürfen nur Mitglieder von der Fridays-for-Future-Ortsgruppe Hamburg – zu Gretas Schutz, wie eine Ordnerin sagt.

Straßensperrungen für Klimastreik-Teilnehmer

Die Polizei beginnt, die "Verkehrsmaßnahmen" einzuleiten, da die Demonstranten gleich durch die Hamburger Innenstadt ziehen. "Es muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden", teilte die Polizei um 15.02 Uhr mit. Letzter Song von Fettes Brot: "An Tagen wie diesen".

Klimastreik in Hamburg: Spendensammler mit Eimern

Spendensammler in gelben Westen laufen mit Eimern durch die Menge. Und die Demonstranten scheinen äußerst großzügig zu sein: Durch den Schlitz sind viele 10-er und 20-er zu sehen – Scheine, nicht Münzen.

Klimastreik in Hamburg mit Fettes Brot

"Hoch die Hände, Klimawende": Um kurz vor 15 Uhr betritt die Hamburger Hip-Hop-Band Fettes Brot die Bühne. Erster Song: "Da Draußen". "Wir wollen euch ein bisschen warmmachen für die Demo", sagt Doktor Renz. Dann kommt das Lied "Emanuela". Auch "Schule Mädchen" spielt das Trio vor einer jubelnden Menge.

Klimastreik in Hamburg: Schon 10.000 Teilnehmer – starker Zulauf

Um kurz nach 14.30 Uhr war die Zahl der Klimastreik-Teilnehmer auf mehr als 10.000 Menschen angestiegen. "Es gibt jetzt aber weiterhin einen starken Zulauf", so Polizeisprecherin Evo Theodoridou.

Demo-Mitorganisator Jesko Hennig (19) fand klare Worte auf der Bühne. „Wir fragen uns, ob man angesichts der Klimakrise heute noch Kinder bekommen kann. Was sollen wir unseren Kindern und Enkeln, Nichten und Neffen sagen? Ich kann nicht aufhören, daran zu denken, wie die Welt in 30 oder in 50 Jahren aussieht. Die Politik macht unseren Kinderwunsch zur Gewissensfrage. Schluss damit! Tschentscher oder Fegebank – uns ist egal, wer übermorgen gewählt wird. Hauptsache, es ist Schluss damit!“

Schweigeminute für die Opfer von Hanau

Um 14.30 Uhr wurde es sehr still am Heiligengeistfeld. Die Teilnehmer des Klimastreiks legten eine Schweigeminute für die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau ein. Anschließend skandierte die Menge lauthals gegen Faschismus.

Kundgebung mit 4000 Klimastreik-Teilnehmern und Rap

Die Kundgebung am Heiligengeistfeld hat laut Polizei um kurz nach 14 Uhr begonnen. Inzwischen sind 4000 Klimastreik-Teilnehmer vor Ort. "Die Stimmung ist weiterhin friedlich", so die Polizei. Auf der Bühne gibt es Rap für das Klima: " "Hamburg hebt die Hände hoch, was ist im Gelände los. In Hamburg sagt man Tschüß, zu so ner Politik."

In einer Rede sagte ein Fridays-for-Future-Sprecher: „Wir befinden uns in einer existenziellen Krise, die unseren Untergang bedeuten kann. Damit geben wir nur die fundierten Einschätzungen der Wissenschaft wieder. Deshalb müssen wir den CO2-Ausstoß stoppen – nur reduzieren reicht nicht. In zwei Tagen wird in Hamburg gewählt. Da gilt: #Hamburg wählt Klima.“

Ungünstige Absperrungen an U-Bahn-Station

Besucher des Klimastreiks zeigen sich irritiert von einigen Absperrungen: Wer den Reeperbahn-Ausgang der U-Bahn-Station St. Pauli nutzt, muss einen langen Umweg zur Versammlung laufen – Reeperbahn runter, rechts und wieder rechts.

Klimastreik-Organisatoren verteilen Liederzettel

Vor Ort verteilen die Organisatoren Liederzettel zum Mitsingen. Eingängige Songs wie "Bella Ciao" und "Theo, spann den Wagen an" wurden klimastreiktauglich umgetextet. Auf diesen ist auch gleich der Termin für den nächsten globalen Klimastreik angekündigt: 24. April 2020.

1000 Klimastreik-Teilnehmer und starker Zulauf

Nach Angaben der Polizei ist die Zahl der Klimastreik-Teilnehmer um 13.45 Uhr auf 1000 angestiegen. "Es gibt jetzt einen starken Zulauf", so Polizeisprecherin Evi Theodoridou.

Fridays for Future sucht noch Ordner

Die erste Ansage von der Fridays-for-Future-Bühne: Wir brauchen noch Ordner. Es werden Freiwillige gesucht.

Klimastreik in Hamburg: 800 Teilnehmer am Heiligengeistfeld

Um 13 Uhr versammelten sich rund 800 Klimastreik-Teilnehmer am Heiligengeistfeld, wie Polizeisprecherin Evi Theodoridou mitteilte. "Wir verzeichnen nun einen etwas stärkeren Zulauf." Die Lage sei friedlich und entspannt.

Klimastreik: Polizei sichert Aufzüge Richtung St. Pauli ab

Um kurz vor 13 Uhr haben sich etwa 50 Teilnehmer eines sogenannten Zubringeraufzuges vom Bahnhof Altona aus in Richtung Millerntorplatz in Bewegung gesetzt. In Altona war der Aufzug "Unser Bahnhof bleibt, wo er ist – Stoppt den Klimakiller Bahnhofs-Abriss!" angemeldet. "Wir sichern den Aufzug ab", twitterte die Polizei. Es könne zu kurzfristigen Verkehrsbeeinträchtigungen entlang des Marschweges kommen.

Wenige Minute später lief ein weiterer Zubringeraufzug mit rund 30 Teilnehmern vom Fischmarkt aus los in Richtung Millerntorplatz. "Aufgrund der Teilnehmerzahl ist eine Nutzung des Gehweges bis zur Helgoländer Allee mit dem Versammlungsleiter vereinbart worden", teilte die Polizei via Twitter mit.

Klimastreik in Hamburg: 400 Menschen am Millerntorplatz

Gegen 12 Uhr haben sich rund um den Millerntorplatz beim Heiligengeistfeld nach Angaben der Polizei rund 400 Menschen versammelt. Der Zulauf sei momentan mäßig, sagte Polizeisprecherin Evi Theodoridou. "Alles verläuft friedlich."

Ander als ursprünglich geplant, beginnt der Aufzug nicht um 14 sondern um 15 Uhr. Das habe laut Polizei der Veranstalter entschieden. Warum der Demozug erst eine Stunde später losläuft, ist nicht bekannt.

Klimastreik in Hamburg: Schweigeminute für Opfer in Hanau

Fridays for Future hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass es am Freitag beim Klimastreik eine Schweigeminute für die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau geben wird.

Um kurz nach 11.30 Uhr teilten die Veranstalter mit, dass die Bühne steht. Auf dieser wird auch Greta Thunberg eine Rede halten.

Klimastreik: Straßen rund um Millerntorplatz gesperrt

Für die Schlusskundgebung sind bereits Straßen rund um den Millerntorplatz gesperrt, teilte die Polizei am Vormittag mit. Zudem veröffentlichte die Polizei die geplanten Marschwege sowie die angemeldeten Aufzüge in einer interaktiven Karte.

Angemeldete Aufzüge/Versammlungen:

  • Ottensen, 12.30 Uhr: "Unser Bahnhof bleibt, wo er ist – Stoppt den Klimakiller Bahnhofs-Abriss!"
  • Große Elbstraße, 12.30 Uhr: "Völli bleibt!"
  • Tschaikowskyplatz, 13.15–14 Uhr: "Klima-Andacht für das Bündnis churches for future!"

Hamburg erhöht Polizeipräsenz bei Klimastreik

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat via Twitter angekündigt, dass die Polizeipräsenz beim Klimastreik in Hamburg erhöht wird. "Nach Hanau müssen wir bundesweit von einer erhöhten Gefahr rechtsterroristischer Anschläge ausgehen", schrieb Grote. Deshalb seien am Freitag vorsorglich mehr Polizisten auf der Straße.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte zugleich an, dass die Polizeipräsenz nach dem Anschlag in ganz Deutschland erhöht werde.

Video: Fridays for Future Hamburg präsentiert Bündnis

In einem Video stellt Fridays for Future Hamburg, das Bündnis vor, das hinter dem Klimastreik steht.

Klimastreik: Bühne am Heiligengeistfeld wird aufgebaut

Die Teilnehmer des Klimastreiks treffen sich um 14 Uhr auf dem Heiligengeistfeld auf St. Pauli. Die Anfangs- und Schlusskundgebung findet auf der Bühne im Kreuzungsbereich der Budapester Straße statt, die am Freitagmorgen aufgebaut wurde. Dort werden auch Fettes Brot und andere Künstler auftreten.

Leo Holldack beim Klimastreik – mit Überraschung

Nach Angaben von Fridays for Future tritt auch der Sänger Leo Holldack beim Klimastreik auf. Und er soll eine kleine Überraschung dabei haben...

Klimastreik: Extinction Rebellion plakatiert Hamburgs City

In der Nacht zum Freitag haben Aktivisten von Extinction Rebellion nach eigenen Angaben in der Hamburger Innenstadt und anderen Stadtteilen mehr als 500 Plakate angebracht. Darauf zu sehen seien handschriftliche Antworten von Hamburgern auf die Frage: "Klimakrise – und jetzt?". Dies Antworten – "Umweltverschmutzung angemessen bepreisen", "Radwege ausbauen", "nachts das unnötige Licht abschalten" oder "Klimaschutz als Unterrichtsfach" – brachten die Aktivisten an Hauswänden. Schaufenstern und Bushaltestellen an.

Klimastreik in Hamburg: Erste Straßensperrungen seit 6 Uhr

Der Millerntorplatz sowie die angrenzende Budapester Straße und Glacischaussee wurden bereits um 6 Uhr am Freitagmorgen gesperrt – und diese Straßen bleiben auch bis in den späten Abend voll gesperrt. Die Straßensperrungen werden sich auch auf die umliegenden Straßenzüge auswirken.

Die Busse fahren seit 6 Uhr Umleitungen im Bereich St. Pauli. "Insbesondere auf der Linie 17", wie die Hamburger Hochbahn mitteilte. Ab 12 Uhr mittags werden die Busse im gesamten Innenstadtbereich Umleitungen fahren. Die Hochbahn empfiehlt ebenso wie die Polizei und die Organisatoren, möglichst auf S- und U-Bahnen umzusteigen.

Klimastreik in Hamburg – die Marschroute
  • Glacischaussee
  • Millerntorplatz
  • Millerntordamm
  • Ludwig-Erhard-Straße
  • Rödingsmarkt
  • Großer Burstah
  • Große Johannisstraße
  • Rathausmarkt
  • Reesendamm
  • Jungfernstieg
  • Gänsemarkt
  • Valentinskamp
  • Dragonerstall
  • Johannes-Brahms-Platz
  • Sievekingplatz
  • Glacischaussee

Greta Thunberg reiste am Donnerstag nach Hamburg

Klimastreik in Hamburg mit Greta und Fettes Brot

Die Anfangs- und die Schlusskundgebung finden auf der Bühne im Kreuzungsbereich der Budapester Straße und des Millerntorplatzes statt. Dort werden auch die Klima-Aktivistin Greta Thunberg, Vertreter von Fridays for Future sowie Claudia Kemfert (Scientists for Future) Reden halten. Zudem wir das Hamburger Hip-Hop-Trio Fettes Brot ein Gratiskonzert geben. Auch andere Künstler wie DJ Dynamite, Mal Élevé und Emily Roberts sind beim Hamburger Klimastreik vertreten.

( coe/crh/inga/hphn/hprl/hpjh/dob )

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