Hamburg

Wohnungsbau am Wohldorfer Wald? Senat erweitert Zusage

Mein Freund, der Baum... lebt im Wohldorfer Wald, Hamburgs ältestem Forstrevier.

Mein Freund, der Baum... lebt im Wohldorfer Wald, Hamburgs ältestem Forstrevier.

Foto: Thorsten Ahlf / THORSTEN AHLF / FUNKE FOTO SERVICES

Nicht nur das Plangebiet an der Hoisbütteler Straße soll frei von Beton bleiben. Auch die Grünfläche nebenan bleibt unbebaut.

Hamburg.  Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hat nach dem förmlichen Verzicht des Senats auf Wohnungsbau am Wohldorfer Wald seine Zusagen für den Grünerhalt noch erweitert. Jetzt soll auch die benachbarte Fläche Mühlenbrook betonfrei bleiben.

Die Bürgerinitiative vom "Wohldorfer Wald Hilfsfonds" hat das Ende des Bebauungsplans Wohldorf-Ohlstedt 13 für den Wald an der Hoisbütteler Straße denn jetzt auch uneingeschränkt begrüßt. Der Senat hatte nach 30 Jahren Streit mit den Bürgern vor Ort in der vergangenen Woche entschieden, den Bebauungsplan für zuletzt rund 180 Wohnungen zu beerdigen und die Grünflächen am Wald zum Naturschutzgebiet zu entwickeln. Nicht zum Plangebiet gehörig und damit nicht von der Zusage erfasst war aber die benachbarte Grünfläche am Mühlenbrook.

Jetzt erklärte Dressel bei einer Veranstaltung vor Ort auf Nachfrage von Anwohnern und der Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Christiane Blömeke, dass auch am Mühlenbrook nicht gebaut werden wird. Dressel ist Wahlkreisabgeordneter seiner Partei für das Alstertal und die Walddörfer. Der Wahlkreisabgeordnete der CDU, Dennis Thering, bekräftigte die Zusage. Der Senat hatte die Fläche am Mühlenbrook 2015 als mögliche Kompensation für einen Verzicht auf Wohnungsbau im Plangebiet ins Spiel gebracht. Jetzt haben die Politiker diese „Hintertür“ geschlossen.