Bäume

Landschaftsbauer: Hamburg soll es wie Schleswig-Holstein tun

Baumarbeiten in Hamburg (Archiv): Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau fordert ein Aufforstungsprogramm für die Hansestadt.

Baumarbeiten in Hamburg (Archiv): Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau fordert ein Aufforstungsprogramm für die Hansestadt.

Foto: Imago/Waldmüller

Fachverband registriert Klimastress und Pflegemängel im öffentlichen Grün – und fordert die Abkehr von einer "steinernen Stadt".

Hamburgs Garten- und Landschaftsbauer haben die Abkehr von einer "steinernen Stadt" gefordert. "Hamburg gilt als grüne Metropole, aber seit Jahren zitieren wir immer wieder dieselben Probleme: Flächenkonkurrenz, Klimastress und Pflegemängel", kritisierte der Vorsitzende des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg, Thomas Schmale, anlässlich einer Fachtagung am Freitag in der Hansestadt.

Verbesserungsansätze seien im Klimaplan der Stadt kaum zu finden. Um den Grün-Defiziten entgegenzuwirken, hätten mehrere „grüne Verbände“ Hamburger Politikern und Senatoren zur Bürgerschaftswahl ihre Forderungen vorgelegt.

"Hamburg hat seit Jahren eine negative Baumbilanz"

Während Bundesländer wie Schleswig-Holstein rapide aufforsteten oder Menschen mit Initiativen zu Baumpflanzungen animierten, schaffe es die Hansestadt nicht einmal, seine Bäume zu erhalten, kritisierte der Verbandschef. "Hamburg hat seit Jahren eine negative Baumbilanz."

Für eine zukunftstaugliche Stadtentwicklung seien Grün- und Freiflächen zwingend erforderlich – trotz aller Verdichtung. Dafür könne Hamburg wie andere Städte einen bestimmten Anteil aller Bauareale vorsehen.

Im Fachverband sind mehr als 100 Betriebe mit mehr als 3350 Mitarbeitern vereint. Sie kommen den Angaben zufolge auf einen Gesamtumsatz von 214 Millionen Euro (2018).

( dpa )

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