Wissenschaftsstadt

Informatik: Erst vier von 35 neuen Professuren besetzt

Auch die Universität Hamburg soll von den zusätzlichen Professuren profitieren.

Auch die Universität Hamburg soll von den zusätzlichen Professuren profitieren.

Foto: Marcelo Hernandez

Laut Wissenschaftsbehörde erschwert die starke Nachfrage nach Hochschullehrern in der Informatik die Berufung der Professoren.

Hamburg. Der Start war verbunden mit großen Ambitionen: Ziel sei es, „Hamburg als Top-Informatikstandort zu etablieren“, hatte die Wissenschaftsbehörde (BWFG) erklärt, als sie im Fe­bruar 2017 über die neue Initiative „ahoi.digital“ informierte.

Geplant seien 35 zusätzliche Professuren. Von dem Ausbau profitieren sollten die Universität Hamburg, die Technische Universität Hamburg in Harburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und die HafenCity Universität.

Die „besten Köpfe" sollen nach Hamburg kommen

Doch bisher sind erst vier von 35 „Ahoi“-Professuren besetzt worden. Die Berufungen haben sich als „herausfordernd“ erwiesen, wie die BWFG auf Abendblatt-Anfrage mitteilt. Die Verfahren seien von den Hochschulen in aufeinander abgestimmten Wellen geplant worden.

„Einige Hochschulen haben jedoch bereits im Rahmen der ersten Ausschreibungen die Erfahrung machen müssen, dass sich Berufungsverfahren aufgrund der bundesweit starken Nachfrage nach Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern in der Informatik schwierig gestalten“, schreibt die BWFG.

Trotzdem will die Behörde von ihren hohen Ansprüchen nicht abrücken: „Unser Ziel ist es, die besten Köpfe auf diesem Gebiet nach Hamburg zu holen.“ Nun müssten die Hochschulen teilweise neue Verfahren mit zeitlichen Vorläufen aufsetzen. Es bleibe dabei, dass insgesamt 35 zusätzliche Informatik-Professuren geschaffen werden sollen.

( mha )

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