Mobilität

Mehrheit der Hamburger für Verbot von E-Scootern

Der Winter könnte für E-Scooter zur ersten Bewährungsprobe werden.

Der Winter könnte für E-Scooter zur ersten Bewährungsprobe werden.

Foto: Oliver Berg / dpa

Das zeigt eine Abendblatt-Umfrage. Die Asklepios Klinik St. Georg behandelte seit Juni schon 73 Verletzte.

Hamburg.  Seit dem Sommer gehören sie zum Straßenbild: Mehr als 2000 E-Scooter sind in Hamburg mittlerweile im Einsatz. Doch eine deutliche Mehrheit der Hamburger hält von dem neuen Mobilitätsangebot nicht viel.

Fast zwei Drittel – 62 Prozent – sind für ein Verbot der elektrisch angetriebenen Roller. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Abendblatts. Nur 25 Prozent der Befragten sprachen sich gegen ein Verbot aus, 13 Prozent machten keine Angabe. Männer scheinen mehr Spaß an E-Scootern zu haben als Frauen: 29 Prozent der Männer sind gegen ein Verbot, aber nur 20 Prozent der Frauen.

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Die stärksten Befürworter haben die E-Scooter bei den AfD-Anhängern

Die Forderung nach einem Verbot nimmt mit dem Alter zu: 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sind dafür, dass die E-Roller aus den Straßen verschwinden, bei den über 60-Jährigen sind es 69 Prozent. Am höchsten ist der Anteil derjenigen, die ein Verbot fordern, bei den SPD-Anhängern mit 71 Prozent. Die Anhänger der Grünen sind zu 63 Prozent für ein Verbot, die der CDU zu 61 Prozent. Die stärksten Befürworter haben die E-Scooter bei den AfD-Anhängern, von denen 59 Prozent für ein Verbot sind, sich aber immerhin 32 Prozent dagegen aussprechen. Forsa hatte 1009 wahlberechtigte Hamburger von Mitte Dezember bis zum 2. Januar mithilfe computergestützter Telefoninterviews befragt.

Ein Problem sind die Unfälle mit E-Scootern: Viele Verletzte landen in der zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik St. Georg. Seit Juni erfasst die Klinik die Zahl der Verletzten nach Rollerunfällen, aktueller Stand: 73. In fünf Fällen stellten die Ärzte ein Schädel-Hirn-Trauma „mit Blutung oder Fraktur des Schädels“ fest, in 18 Fällen mussten Knochenbrüche operativ behandelt werden. Auffällig: Nur zwei Rollerfahrer trugen zum Zeitpunkt des Unfalls einen Helm.